Falkensteinsee Wenn Matthias Hambrock sich seinem Hobby Schiffsmodellbau widmet, dann, so sagt er, sei das für ihn „wie Meditation“. In aller Ruhe könne er da fräsen, ausschneiden, seiner Fantasie das Feld überlassen. An diesem Wochenende allerdings wird sich Hambrocks Hobby am Falkensteinsee von einer ganz anderen Seite zeigen: schnell, spritzig, auch spektakulär. Der Verein „IGS-Hunte“ veranstaltet dort ein Schaufahren mit mehr als 100 Teilnehmern.

Anlass für die Veranstaltung ist das einjährige Bestehen des Vereins. Via Internet habe man weitere Schiffsmodellbau-Vereine zu dem Schaufahren eingeladen, berichten Vorsitzender Frank Schulz und Kassenwart Hambrock. Mit Zusagen aus „fünf bis zehn“ Clubs habe man gerechnet – doch am Ende seien es 22 gewesen. Die Teilnehmer kämen großenteils aus dem norddeutschen Raum, aber auch aus den Niederlanden oder Westdeutschland.

Logisch, dass die Gäste ihre ferngesteuerten Lieblinge mitgebracht haben, also Rennboote und Dampfer, Segler, Schlepper, Frachter oder Marineschiffe zu Wasser lassen. Manche haben eine Länge von wenigen Zentimetern, andere, wie die Maxim Gorkij, messen mehr als vier Meter.

Ein Kennzeichen des IGS-Hunte sei, dass hier ohne Vorgaben das gebaut werden könne, was den zurzeit 16 Mitgliedern Spaß macht. Manche würden Fast-Fertigmodelle bevorzugen, andere nach Bauplan arbeiten, wieder andere reine Fantasiemodelle erstellen, erklärt Hambrock.

Der Oldenburger selbst hatte „vor zehn, elf Jahren“ mit dem Hobby angefangen, auch, weil daheim der Platz für die Modelleisenbahn nicht reichte. Hambrock hat zum Beispiel das Küstenmotorschiff Bruno nach Falkenburg mitgebracht, auch die Schubboote Toni und Falkenstein – oder die Norderney, an der er seit zehn Jahren baue. Eine Erfahrung: „Man hat ein Boot nie fertig, es gibt immer etwas zu verbessern.“

Einer, der den Einsatz der Modelle aus der ersten Reihe verfolgen wollte, ist André Bouwens. Der Niederländer aus der Nähe von Maastricht und seine Frau Wilma beobachteten das Schaufahren am Freitag von einem Schlauchboot aus – das vom selbst gebauten Schlepper Smit Siberie gezogen wurde. „1500 Baustunden“ steckten in dem Modell, „das Original gab es im Rotterdamer Hafen“.

Für diesen Sonnabend (Veranstaltungszeiten: 10 bis 18 Uhr) und Sonntag (10 bis 16 Uhr) kündigt die IGS-Hunte auch spektakuläre Aktionen an: So werde ein brennendes Schiff von anderen Booten aus mit Wasserkanonen gelöscht oder – in Zusammenarbeit mit einem Trucker-Modellbau-Verein – die Arbeit auf der Fähre Juliusplate nachgespielt. Für Kinder ist ein 56 Quadratmeter großes Wasserbecken aufgebaut, an dem jeder selbst „Kapitän“ sein kann.


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Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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