Delmenhorst /Neerstedt Einen überzeugenden 34:24 (19:15)-Auswärtserfolg feierten die Handballer des TV Neerstedt gegen die HSG Delmenhorst im Nachbarschaftsderby der Oberliga. Die Delmenhorster behalten damit die rote Laterne, während sich das Team von Coach Jörg Rademacher ins gesicherte Mittelfeld absetzen konnte.

Es war beeindruckend, wie die Neerstedter praktisch mit einer ersten Sieben die Hausherren dominierten und dabei noch einige tolle Kabinettstückchen zeigten. Besonders herausragend war dabei in der Schlussphase das Kempa-Tor von Goalgetter Eike Kolpack, der nach einem tollen Anspiel von Björn Wolken aus dem halbrechten Rückraum unter dem Jubel der zahlreichen Neerstedter Fans sicher verwandelte. Auch eine kurze Deckung gegen Kolpack zeigte nur wenig Wirkung, denn dadurch wurden die Lücken für andere Spieler größer, die zum Beispiel Marcel Reuter und Björn Wolken zu zahlreichen Toren nutzen.

Die Neerstedter gingen in der rappelvollen Stadionhalle schnell mit 3:0 in Führung. Als Christopher Hartwig vom Kreis die erste Delmenhorster Führung zum 6:5 (11.) erzielte, schien die Begegnung richtig Fahrt aufzunehmen. Ab dem 11:11 führte der Delmenhorster Fino Oetken sehr gut Regie und setzte neben den eigenen Treffern auch seine Mitspieler gut in Szene, doch hatten die Gäste immer die richtige Antwort. Dann verlor das Team von Andre Haake völlig den Faden. Besonders Marcel Reuter zeigte seine Qualitäten im Konterspiel und war neben zwei weiteren Treffer von Kolpack viermal in Folge erfolgreich. So setzte sich die Rademacher-Sieben innerhalb von sechs Minuten vorentscheidend auf 18:11 ab.

Trainerstimmen

Andre Haake (HSG Delmenhorst): „Ich bin völlig ratlos, warum die Mannschaft derart untergegangen ist. Die Angriffe wurden phasenweise zu schnell und unvorbereitet abgeschlossen, und das spielte Neerstedt natürlich in die Karten. Außerdem war zu wenig Tempo in unserem Spiel, so dass die Durchschlagskraft gegen die starke Neerstedter Deckung nicht ausreichte.“

Jörg Rademacher (TV Neerstedt): „Ich hatte mit mehr Delmenhorster Gegenwehr gerechnet, doch waren wir sehr abwehrstark und gedanklich immer etwas schneller als der Gegner. Es ist schon bezeichnend, wenn ich eine erste Sieben auf dem Feld durchspielen lasse und diese auch in der Schlussphase noch besser kombiniert als ein Gegner mit 14 Spielern.“

Zu Beginn der zweiten Hälfte setzte sich Neerstedt mit sicheren Toren von Jan Busse und Björn Wolken auf 25:16 (39.) ab. Dann schlichen sich kleine Unaufmerksamkeiten ins Gäste-Spiel ein: Die Abspiele wurden genauso wie die Zuspiele an den Kreis ungenauer, und sofort waren die Delmenhorster wieder da. Nach vier Toren in Folge durch Stefan Timmermann, Dominik Ludwig und Torben Sudau (2) zum 21:26 nahm Coach Rademacher Mitte der zweiten Hälfte seine Auszeit und stellte die Mannschaft neu ein. Danach spielte Neerstedt konzentriert weiter, setzte sich mit Toren von Andrej Kunz, Wolken und Kolpack kontinuierlich ab. Als dann Keeper Hendrik Legler einen Delmenhorster Wurf parierte und den Ball mit einem weiten Abwurf ins leere HSG-Tor zum 30:23 traf, war die Partie acht Minuten vor dem Ende endgültig entschieden.

Jörg Rademacher: „Für mich war es wichtig, dass die Mannschaft auf dem Platz über 60 Minuten die Konzentration hoch halten und so gegen fast jeden Gegner bestehen kann. Marcel Reuter geht nun schon mit viel Selbstvertrauen ins Spiel, und auch Jan Busse auf der Außenposition konnte überzeugen. Es waren heute zwei ganz wichtige Punkte.“

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