GROßENKNETEN Sie liefen Slalom, warfen sich auf den Rasen und fingen die Bälle im Liegen – über 70 Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 14 Jahren gaben vollen Körpereinsatz beim Torwarttag des TSV Großenkneten am Sonntag. Nachwuchs-Fußballer und ihre Trainer nutzten die Gelegenheit, ihre Keeper auf Vordermann zu bringen.

Veranstalter Eckart Paradies und Sohn Marian von der „Kneter Torwartschule“ waren von der Resonanz überwältigt: „Wir hatten mit 30 Anmeldungen gerechnet, jetzt sind 70 bis 80 Kinder da. Das freut uns sehr und es zeigt, dass der Bedarf da ist“, sagte Marian Paradies, der über Mikrofon die Kinder auf zwei Plätzen in Schach hielt.

Fangen kein Kinderspiel

Fünf Stunden lang standen den Fußballern acht Stationen zur Verfügung, an denen Torhüter ihr Wissen weitergaben. „Fang-Techniken werden im Training gerne vernachlässigt“, erklärte Sven Neuefeind vom VfB Oldenburg. Er hatte sich für die Kinder ein schwierige Aufgabe ausgedacht: Den Trainings–Partner im Rücken, mussten sie sich auf Kommando umdrehen und sogleich den ihnen zugeworfenen Ball fangen. So sollten Präzision und Reaktionsfähigkeit geschult werden.

Leon war ganz bei der Sache: „Ich bin schon Torwart beim VfL Wildeshausen – aber ich kann noch eine ganze Menge lernen“, fügte der Zehnjährige schnell hinzu. Er lernte bei Trainer Jan Backemeier, den Ball im Sitzen zu fangen, und trainierte dabei gleichzeitig seine Bauchmuskulatur. „Das macht richtig Spaß“, fand er zwischen der Anstrengung in einer Verschnaufpause. Ein Höhepunkt des Tages war für ihn auch die Autogrammstunde mit Werder-Torhüter Felix Wiedwald am frühen Nachmittag.

„Natürlich soll es den Kindern in erster Linie auch Spaß machen“, sagte Marian Paradies. „Heute lernen sie grundlegende Sachen, wie die Hände zu einem Dreieck zu formen, um den Ball zu halten, wie man zum Ball ,fliegt’ oder auf dem Boden landet“, erläuterte er.

Werder-Profi zu Gast

Keeper Wiedwald habe sofort für die Aktion zugesagt. Der Werder-Profi war ebenfalls durch die Torwart-Schule von Eckart und Marian Paradies gegangen. Wer das Zeug zum guten Torwart hat, könne man sofort erkennen, sagte Paradies. „Den Willen, den Ball auf keinen Fall ins Tor zu lassen, hat nicht jeder. Ich kann sofort sehen, ob jemand das Talent dazu hat und mit allem Einsatz in die Ecken springt, oder nicht“, so der Trainer.

Das Engagement der Veranstalter kam gut an. Uwe Sander, Trainer beim GVO Oldenburg: „Das Torwart-Training wird oft stiefmütterlich behandelt. Die meisten Trainer arbeiten ehrenamtlich und haben keine Möglichkeit, sich die Kenntnisse anzueignen“, sagte er. Bei Lehrgängen würde nur Grundlegendes vermittelt. Um auch die Feinheiten aufzuschnappen, sei dieser Tag für Fußballer und Trainer ein Gewinn.

„Es sieht so einfach aus, wenn ein guter Torwart den Ball mit beiden Armen fängt und sich damit nach vorne auf den Boden wirft. Aber dahinter steckt eine Menge harte Arbeit“, stellte Eckart Paradies fest.

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