STENUM Einen eindringlich geforderten Sieg und eine nicht überraschende Niederlage – das ist die Bilanz der Bezirksliga-Fußballer aus dem Landkreis nach dem Spieltag am Sonntag.

TuS HeidkrugAhlhorner SV 3:1 (2:1). Beiden Mannschaften war die wegen des schlechten Wetters verlängerte Winterpause anzumerken. Es klappte längst nicht alles wie erhofft. Die Gastgeber, die den Aufstieg anpeilen, waren in der Chancenverwertung etwas konsequenter als die um den Klassenerhalt kämpfenden Ahlhorner, die auf den 13. Rang gefallen sind. Der ASV hatte in der zehnten Minute die erste Torchance. Carsten Feist setzte sich auf der linken Seite geschickt durch, wurde dann aber gerade noch gestoppt. Zwei Minuten später muss das Team das unglückliche 0:1 durch ein Eigentor von Nico Bruns verkraften. Andreas Lorer baute den Vorsprung der Gastgeber aus (28.). Zuvor hatten sie nur den Pfosten getroffen (15.). Der ASV steckte aber nicht auf. Die Stürmer Marjues Bauer und Silvio Schröder verpassten eine gute Flanke von Tobias Meyer nur knapp. Kurz vor dem Pausenpfiff war Bauer dann doch erfolgreich (44.). Nach dem Seitenwechsel hatte der TuS zwei Torchancen, von denen Gerry Klenke eine verwertete. Die Ahlhorner, deren herausragender Akteur Chris von Behren war, sorgten noch einmal für Gefahr, scheiterten aber an TuS-Torwart David Lohmann. „Es ist noch einiges verbesserungswürdig“, stellte ASV-Trainer Klaus Ebel fest. „Es lief noch nicht rund.“ Das sei allerdings nach der schlechten Vorbereitung ganz normal. „Ich kann den Jungs nichts vorwerfen. Ich bin vom Spiel nicht enttäuscht, und ich bin vom kämpferischen Einsatz nicht enttäuscht“, erklärte Ebel. Nun gelte es, im Training an den erkannten Schwächen zu arbeiten. „Wenn alle wollen und mitziehen, lassen die sich ganz schnell abstellen.“

VfL StenumVfL Ohmstede 6:2 (3:1). Hoher Unterhaltungswert bei ungemütlicher Witterung: Der VfL Stenum hat sich bei kräftigem Wind und nasskalter Luft in Torlaune gezeigt und den 1. FC Ohmstede mit einer 6:2 (3:1)-Packung nach Hause geschickt. Gegen den Tabellenvorletzten genügte eine starke Anfangsphase, um die Vorentscheidung herbeizuführen.

„Obwohl wir sechs Treffer erzielt haben, war es nichts Berauschendes“, zeigte sich VfL-Trainer Uwe Hammes nicht zufrieden mit dem Spiel seiner Elf, die kurzfristig ohne die verletzten Arno Koletzek und Sascha Pfeifer auskommen musste. Abgesehen von der guten Chancenverwertung blieb beim Tabellendritten vieles Stückwerk – die Defizite in der Abwehr um den unsicheren Schlussmann Marco Scheffler waren unübersehbar.

Apropos Scheffler: Der Ersatz-Keeper, der für den verletzten Stefan Buss derzeit das Stenumer Gehäuse hütet, konnte von Glück reden, dass er bis zum Abpfiff des schwachen Schiedsrichters Patrick Andrees aus Fresenborg noch auf dem Platz bleiben durfte. Der Unparteiische hätte Scheffler sowohl bei einem elfmeterreifen Vergehen in der ersten Hälfte als auch bei einem Handspiel außerhalb seines Strafraums vorzeitig zum Duschen schicken können, wenn nicht sogar müssen. Beim Handspiel zückte der Unparteiische nur die gelbe Karte.

Der Torreigen ließ auf dem Stenumer Nebenplatz nicht lange auf sich warten. Die Hausherren begannen druckvoll und kamen durch zwei verwandelte Strafstöße von Roland Göde (15.) und Jan Badberg (21.) sowie dem zwischenzeitlichen 2:0 durch Dominik Entelmann mit einem sehenswerten Volleyschuss nach Ecke von Rouven Heidemann zu einer 3:0-Führung.

Trotz des klaren Vorsprungs bemühten sich die teilweise rustikal agierenden Gäste um den Anschluss. Dieser ließ auch nicht lange auf sich warten. Ein Lattenknaller von Benjamin Drewniok bekam Scheffler unglücklich an den Körper und bugsierte den Ball somit ins eigene Netz.

Im zweiten Durchgang profitierte Stenum von der Kaltschnäuzigkeit vorm Tor und machte nach Treffern von Julian Dienstmaier (50.) und Rouven Heidemann (60.) endgültig alles klar. Das 5:2 durch Dominik Broda fiel nicht mehr ins Gewicht. Das halbe Dutzend vollendete der eingewechselte Sven Schlundt sieben Minuten vor dem Ende.

„Wir haben verdient gewonnen und nehmen die drei Punkte gerne. Prall war es aber nicht“, betonte Hammes. Da sich auch der VfB Oldenburg II und der TuS Heidkrug keine Patzer erlaubten, bleibt Stenum auf Rang drei.

Lars Pingel Lokalsport / Redaktion Wildeshausen
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