GANDERKESEE GANDERKESEE/CSC - Millimeterentscheidungen sind im Tennis keine Seltenheit. Aktive und Schiedsrichter streiten sich, ob der Ball nun im Aus war oder nicht, Netzroller fallen ins eigene oder ins gegnerische Feld, und so entscheidet manchmal nur ein winziger Unterschied zwischen Sieg und Niederlage. Beim neunten Offenen Jugendturnier um den Fritz-Harms-Pokal in Ganderkesee standen am Wochenende keine Spiele auf des Messers Schneide, sondern das ganze Turnier.

Denn der Wettergott drohte mit dunklen Wolken und kurzen Regeneinlagen. Schlimmstenfalls hätte man in die Halle ausweichen oder das Turnier auf den 1. Mai ausdehnen müssen. Aber von größeren Regenfällen blieb das Turnier verschont, alle Spiele konnten unter freiem Himmel stattfinden und am Ende standen vier glückliche Sieger mit dem Pokal in der Hand – wenn auch die Spiele einige Male nur knapp vor einem Regenguss beendet werden konnten. Für diejenigen, die die erste Runde nicht überstanden haben, gab es noch eine Nebenrunde, um wenigstens noch ein bisschen den Tennisschläger schwingen zu können.

Der Fritz-Harms-Pokal erinnert an den ehemaligen Jugendwart des Ganderkeseer TVs, der im April 1976 starb. Seit 1997 wird ihm zu Ehren alljährlich ein Jugendturnier veranstaltet, das mittlerweile fester Bestandteil des offiziellen Terminkalenders des Deutschen Tennisbundes ist.

87 Teilnehmer aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg hatten sich angemeldet, darunter aber keiner vom Gastgeber Ganderkeseer TV. Aus dem Landkreis starteten der Bookholzberger Alexander Peikert und Arnd Weyhausen vom Wardenburger TC, die gleich in der ersten Runde der U16-Altersklasse aufeinander trafen. Mit 6:0 und 6:0 war das Spiel eine klare Angelegenheit für den Wardenburger, der in der nächsten Runde gegen Fabian Berje aus Bremerhaven die Segel streichen musste.

Bei den U14-Spielerinnen konnte sich die an Eins gesetzte Sarah Loebel aus Blankenese klar durchsetzen. Bei den Jungen siegte – ebenfalls ohne Satzverlust und an Eins gesetzt – Jannik Schepers vom TV Scharmbeckstotel. Die U16-Konkurrenz der Mädchen gewann Nastassia Blaß aus Bremerhaven souverän. Im Finale gab es für ihre Gegnerin, die ungesetzte Franziska Sprinkmeyer, mit zweimal 6:1 eine klare Niederlage.

Im Finale der männlichen Jugend U16 stand der für Werder Bremen spielende Vorjahressieger Marco Wollner aus Ganderkesee. Sein Gegner Tobias Leitpold-Veit aus Blankenese hatte sich im Halbfinale in einem packenden Dreisatz-Match duchsetzen können, während er selbst kampflos ins Finale einzog. Den ersten Satz konnte Tobias 6:3 gewinnen, den zweiten gab er mit dem gleichen Ergebnis ab. Dabei haderte er ein ums andere Mal mit sich selbst, während Wollner zumeist ruhig und gelassen blieb. Erst, als er beim Stand von 5:1 im dritten Satz drei Matchbälle ausließ, ging auch er hart mit sich selbst ins Gericht: „Du willst das Spiel wohl nicht gewinnen!“ Das half offensichtlich. Am Ende verteidigte er seinen Titel mit einem klaren 6:1 im letzten Satz recht souverän.

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