Streekermoor /Sandkrug Werner Griepenstroh erhielt die Auszeichnung vom Deutschen Schützenbund für 60-jährige Mitgliedschaft im Verein. Nicky Stötzer ist noch längst nicht so alt, aber seit vielen Jahren engagierter (Gesamt-)Sportleiter des Schützenvereins Sandkrug, der seinen Weg einst im Jugendsektor begonnen hat. Er erhielt auf der Jahreshauptversammlung durch 1. Vorsitzenden Benjamin Stanke die goldene Ehrennadel des Oldenburger Schützenbundes verliehen.

Ehrennadeln in Silber erhielten Jens Mählmann und - in Abwesenheit – Alexander Behrens für 25 Jahre im Verein. Anders als andere Schützenvereine kämpfen die Sandkruger nicht mit Mitgliederrückgängen. Im Gegenteil, derzeit sind 211 Mitglieder registriert (plus 5,52 Prozent). Von zwei Schützenkameraden musste der Verein in 2018 allerdings Abschied nehmen. Klaus Köhrmann und Rolf Tönnies verstarben im vergangenen Sommer. Die Versammlung im Schützenhaus an der Blumenstraße in Streekermoor gedachte ihrer in einer Schweigeminute.

„Viele Höhen, wenige Tiefen“, so beschreibt der 1. Vorsitzende das zurückliegende Vereinsjahr. Neben sportlichen Belangen hätten auch administrative Dinge den Vorstand beschäftigt. Erfreulich und keineswegs ein Selbstläufer in einer Zeit stetig steigender Auflagen sei es beispielsweise, dass der Kleinkaliber- und der Luftgewehrstand für vier Jahre abgenommen worden seien.

Platz fürs Bogenschießen

Dann war da vor allem noch die Planung einer Bogenschießen- und Sommerbiathlonanlage auf einem Grundstück am Mühlenweg. Hier hake es derzeit noch etwas, bedauerte Stanke. „Aber Rat und Gemeindeverwaltung stehen zu 100 Prozent hinter unseren Plänen, die Flächennutzungsplanänderung ist im November verabschiedet worden“, erinnerte der Vorsitzende, der selbst für die CDU im Rat sitzt. „Wir sind frohen Mutes, dass 2019 noch die Einweihung stattfinden kann.“

Ziemlich glatt läuft die ehrenamtliche Mitarbeit bei den Schützen. Zu 90 Prozent habe man offene Stellen besetzen können, so der 1. Vorsitzende. Darauf sei man sehr stolz. In der Zukunft nach und nach noch weiter miteinander verzahnt werden, sollen der Traditionsbereich der Schützen und der moderne Sportbereich. Ersterer sei eine wichtige Säule des Vereins und seiner Wurzeln, letzterer das Aushängeschild des Vereins.

Ebenfalls positiv: der Musik- und Spielmannszug hat nach einer Zwangspause im vorigen Jahr wieder mit Übungsabenden begonnen, zum Teil auch in neuer, jüngerer Besetzung. Zu dem Kreis gehören derzeit acht bis zwölf Spielleute, die sich seit Oktober immer dienstagabends zum Üben treffen. Ziel sei es, so die beiden jungen Leiterinnen Janika Waje und Mareike Lindemann beim Maibaumsetzen des Vereins erstmals aufzutreten. Zu den Modernisierungsbestrebungen im Verein zählt auch das Schaffen einer neuen Softwarelösung, die den Finanzbedarf der einzelnen Abteilungen im Verein detailliert abbilden kann und künftig auch eine präzise Budgetplanung ermöglichen soll, so 2. Vorsitzender Ralf Behrens.

1. Target-Sprint geplant

Unter dem Dach des Schützenvereins trainieren und absolvieren Wettkämpfe folgende Disziplinen: Kleinkaliber-, Luftgewehr-, Pistolenschützen, Sommerbiathleten und Bogenschützen. Über zwei VHS-Kurse und zwei Ferienpassangebote hat beispielsweise die Bogenschießabteilung drei Mitglieder im vorigen Jahr hinzugewonnen. Der Stärkung des Zusammenhalts des ganzen Vereins diente 2018 das 1. Vereinsvergleichsschießen. „Eine sehr gelungene Veranstaltung“, so lautet das Fazit des Gesamtsportleiters Nicky Stötzer. Am 5. Oktober soll deshalb eine Neuauflage ausgerichtet werden. Bereits am 17. August findet der 1. Sandkruger Target-Sprint im Sommerbiathlon statt.

Eine kleine, aber im Kontext der Zukunftsorientiertheit und Modernisierung des Vereins bezeichnende Änderung gab es noch unter dem Tagesordnungspunkt Satzungsänderung. U. a. soll die beste weibliche Schützin nicht mehr Damenbeste heißen, sondern analog zum Schützenkönig künftig Schützenkönigin. Die gesamte Versammlung stimmte diesem Beschlussvorschlag zu.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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