Ganderkesee Viele Emotionen und fünf Tore: Das Derby in der Fußball-Bezirksliga zwischen dem TSV Ganderkesee und dem VfL Stenum hatte am Sonntagnachmittag den rund 250 Zuschauern einiges zu bieten. Am Ende waren es die Gäste aus Stenum, die über einen 4:1 (2:1)-Auswärtssieg jubelten – und damit vorerst die inoffizielle fußballerische Nummer eins in der Gemeinde Ganderkesee sind.

„Es war ein verdienter Erfolg, zumal mir heute zahlreiche Spieler gefehlt haben“, meinte VfL-Trainer Thomas Baake. Er führte auch die bessere Spielanlage seiner Elf an und lobte die große Einsatzfreude: „Die Jungs haben leidenschaftlich gut gespielt und waren mit Herz dabei.“ Sein Trainerkollege vom TSV Ganderkesee, Daniel Lachmund, war in vielen Bereichen mit dem Auftritt seiner Mannschaft einverstanden. „Nach 25 Minuten haben wir das Spiel angenommen. Vor allem in der zweiten Halbzeit waren wir zielstrebig und engagiert.“

Die erste Halbzeit dominierten zunächst die Stenumer, die in Fynn Dohrmann und Helge Petershagen zwei A-Jugendliche in der Startelf aufboten. In einer intensiven Partie ging der VfL bereits früh in Führung, als Bastian Morche eine Flanke von Jonas Dittmar in die Maschen köpfte (8. Minute). Schön herausgespielt war auch der zweite Treffer des Tabellensechsten, Marc-Andre Klahr verwertete die Vorarbeit von Lennart Höpker zum 0:2 (26.).

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Der zweite Gegentreffer schien dann aber auch die Platzherren wachzurütteln. In der 31. Minute wusste sich VfL-Ersatzkeeper Maik Panzram, der anstelle der erkrankten Marco Scheffler und Ole Siedenburg zwischen den Pfosten stand, nur mit einem Foul gegen Marc Rässler zu helfen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Dariusch Azadzoy sicher um 1:2-Anschluss.

„Meine Jungs machen das bislang gut, jetzt müssen sie es nur zu Ende bringen“, lautete das Halbzeitfazit von Baake. In der zweiten Halbzeit ließ der Offensivdrang der Stenumer zwar ein wenig nach, bei den Kontern waren sie aber weiterhin brandgefährlich. Die Riesenchance zum Ausgleich für Ganderkesee besaß Manuel Carrilho in der 53. Minute, als er nach einem schnellen Spielzug über drei Stationen Keeper Panzram bereits umkurvt hatte, dann aber nur den Pfosten traf. „Wenn er den macht, kippt das Spiel“, war sich Lachmund sicher. Sein Mittelfeldspieler Azadzoy hatte wenig später Glück, als er nach einer Tätlichkeit nicht vom Platz verwiesen wurde.

Stenum hätte kurz danach das Spiel schon entscheiden können, doch Morche scheiterte bei einem Konter am stark reagierenden TSV-Torhüter Felix Dittrich (71.). Das holte dann aber Viktor Stetinger mit dem 1:3 (78.) nach. Ein Treffer, der beim TSV wilde Proteste auslöste, denn bei der Entstehung war der Ball klar im Seitenaus gewesen. „Für mich war das der Knackpunkt“, ärgerte sich Lachmund, während Baake vorgab „nichts gesehen“ zu haben. Den Schlusspunkt setzte ein unglückliches Eigentor von Sven Apostel (1:4/80.).

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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