GANDERKESEE Spielerisch enttäuschend war das Derby der Fußball-Bezirksklasse. Am Ende teilten sich Ganderkesee und Stenum schiedlich friedlich die Punkte.

von fried-Michael carl GANDERKESEE - Als Roland Göde den VfL Stenum im Derby der Fußball-Bezirksklasse nach 50 Minuten mit 2:0 beim TSV Ganderkesee in Führung schoss, schien die Entscheidung gefallen zu sein. Schließlich spielte der TSV nach der Ampelkarte gegen Koschei (40.) in Unterzahl. Die Gastgeber aber zeigten kämpferische Qualitäten, steckten nicht auf und kamen noch zum am Ende mehr als verdienten Ausgleich.

Wenig spielerische Klasse zeigten beide Teams vor dem Wechsel. Sie kämpften, produzierten eine Vielzahl von Fehlern und Fehlpässen und ließen sich zu vielen kleinen und größeren Fouls hinreißen, die Schiedsrichter Käufer noch nicht entschlossen ahndete. Unrühmlicher Höhepunkt das Foul des aufgebrachten und frustrierten Martin Koschei im Mittelfeld an Spiller, was die berechtigte Ampelkarte nach sich zog. Es hätte für Koschei noch schlimmer kommen können, wenn Käufer nicht großzügig über die Schimpftirade hinweggehört hätte. Spielerisch war der Höhepunkt die Führung der Gäste, die Dienstmaier aus der Drehung heraus gelang.

Als unmittelbar nach dem Wechsel Göde nach einer Ecke zum 2:0 einschoss, schien die Vorentscheidung gefallen zu sein. Stenum aber verpasste in der Folge, seine Angriffe konzentriert und über die Außen vorzutragen und für die Entscheidung zu sorgen. Buchholz, der an Intemann scheiterte, und Göde, der freistehend über den TSV-Kasten schoss, hatten sie auf dem Fuß.

Die verletzungsbedingten Ausfälle von Poppe (harte Attacke von Asche) und Hartmann beim VfL sowie die Einwechslung von Oliver Habben beim TSV brachten dann die Wende im Spiel. Der schnelle und ballgewandte Habben beschäftigte die jetzt nicht mehr sattelfeste VfL-Abwehr. Mit einer Flanke leitete er den Anschlusstreffer ein, den von Behrens per Kopf erzielte. Er setzte bei den Gastgebern zusätzliche Kräfte frei. In dem Maße, in dem Stenum nervöser und im Spiel nach vorne ungenauer wurde, steigerte sich der TSV. Nach einer Ecke, bei der die VfL-Abwehr nicht entschlossen genug klärte, gelang Lorer der am Ende verdiente Ausgleich. Für die Gäste hätte es sogar noch schlimmer kommen können, wenn Schüttel (84.) statt eines Schüsschens aus elf Metern ein satter Schuss geglückt wäre. Ihn konnte der gute Stephan Buss, der den verletzten Willms im VfL-Tor gut vertrat, sicher entschärfen.

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