Stenum Dem Dauerregen hat der VfL Stenum getrotzt und eine engagierte Leistung gezeigt – gegen den VfB Oldenburg II reichte es für den Fußball-Bezirksligisten allerdings „nur“ zu einem 3:3 (1:1)-Unentschieden. In der Wasserschlacht am Stenumer Kirchweg gab die Elf von Trainer Thomas Baake eine 3:1-Führung aus der Hand und musste am Ende sogar froh sein, nicht komplett baden gegangen zu sein.

Als bereits die dritte Spielminute der Nachspielzeit begann und Schiedsrichter Eike-Frank Decker aus Bad Zwischenahn die Partie abpfeifen wollte, erhitzten sich noch einmal die Gemüter. Stenums Schlussmann Thorben Riechers brachte im Strafraum den gegnerischen Angreifer Frederik Voltmann, der auch den Ball hatte, zu Fall. Der Unparteiische blickte kurz zu seiner Assistentin Lara Christin Kahlen, die das Geschehen aus direkter Nähe beobachtet hatte, und entschied nicht auf Strafstoß. Stattdessen beendete Decker die Begegnung. Voltmann und der gesamte Oldenburger Anhang verstanden die Welt nicht mehr und hätten in dieser Szene nur zu gerne einen Foulelfmeter „mitgenommen“. Aufatmen hingegen bei den Stenumern – wenngleich sich die Freude über den ersten Punktgewinn in der neuen Saison aufgrund des vergebenen Zwei-Tore-Vorsprungs in Grenzen hielt.

„Es war ein reines Kampfspiel, die Bedingungen waren schwierig. Wir waren drauf und dran, uns für den Einsatz mit einem Sieg zu belohnen, bei den Standards haben wir aber nicht aufgepasst und wurden dafür bestraft“, betonte Baake. Sein Team ging durch Waldemar Kelm nach einer knappen halben Stunde mit 1:0 in Front. Die stets gefährlichen Gäste glichen durch Jonathan Matondo kurz vor der Halbzeit aus (44.).

Den zunehmenden Angriffsbemühungen der Regionalliga-Reserve des VfB hatten die Platzherren mit einem verwandelten Elfmeter von Maximilian Klatte zum 2:1 (55.) die passende Antwort parat. Nur fünf Minuten später ließ Oldenburgs Keeper Christian Gropius den nassen Ball nach einem eher harmlosen Schuss fallen, Ole Braun bedankte sich und staubte zum 3:1 ab (60.).

Die Vorentscheidung? Mitnichten. Immer wieder angestachelt von ihrem lautstarken Coach Marco Elia warfen die Huntestädter in der finalen halben Stunde alles nach vorne. Die Stenumer Hintermannschaft hatte alle Mühe, die Kugel vom eigenen Strafraum fernzuhalten. Aufgrund einiger Fouls kam der VfB zu einigen gefährlichen Freistößen, die zum Leidwesen der Baake-Schützlinge auch fatale Folgen hatten. Der am Fünfmeterraum lauernde Jannik Vollmer traf beim 2:3 (67.) volley und unhaltbar für Riechers. Sieben Minuten vor dem Ende erzielte Voltmann aus spitzem Winkel zum nicht unverdienten 3:3.

„Spielerisch war heute nicht mehr möglich. Wir haben viele Neuzugänge, die Mannschaft muss noch zusammenwachsen. Irgendwann werden die Siege wieder kommen“, sagte Baake. Die dunklen Wolken könnten den VfL Stenum jedoch auch in der nächsten Zeit begleiten: Nach dem unglücklichen 0:1 zum Ligastart beim TuS Obenstrohe steigt am kommenden Sonntag das Derby beim Spitzenreiter VfL Wildeshausen.

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