STENUM Wie gut, dass Dominik Entelmann den Elfmeter in der sechsten Minute der Nachspielzeit verwandelt hat. So raubte der Stürmer vom VfL Stenum dem TuS Esenshamm einerseits die Hoffnung auf ein Unentschieden. Zudem dürfte „Chancentod“ Marco Reuschler heilfroh gewesen sein, dass sein Teamkollege das 4:2 (2:0) im Verfolgerduell sicherstellte.

„Wir haben uns das Leben unnötig schwer gemacht. Bis zum 3:0 war es eine klare Kiste“, sagte VfL-Trainer Uwe Hammes nach der torreichen und von viel Einsatz geprägten Partie. Unterm Strich gelang Stenum der fünfte Sieg in Folge, seit dem 28. Oktober (1:2 gegen Heidmühle) ist das Team ungeschlagen. Die erfolgreichste Rückrunden-Auswahl sitzt nun dem Ahlhorner SV mehr denn je im Nacken. Der ASV liegt nur noch zwei Zähler vor dem Landkreis-Rivalen auf Rang zwei.

Nach seinem zweiten Streich ballte Thomas Baake die Faust. Als der Routinier kurz vor der Pause das Leder mit einem möglicherweise nicht ganz beabsichtigen Volleyschuss nach wunderbarem Zuspiel von Gerry Klenke aus wenigen Metern mit Hilfe der Querlatte ins Netz beförderte, schien das Match gelaufen. Der Angreifer, der eine Viertelstunde vorher blitzschnell geschaltet und das Leder im zweiten Versuch zum 1:0 (28.) über die Torlinie gespitzelt hatte, sorgte mit seinem Tor zum 2:0-Halbzeitstand für Gelassenheit im VfL-Lager.

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Als nach der Pause auch noch Christof Herbec mit einem haltbaren 20-Meter-Freistoß zum 3:0 (48.) ins Schwarze traf, schien der Widerstand der Gäste gebrochen. Doch es sollte keine Ruhe einkehren. Esenshamm dachte gar nicht daran, sich aufzugeben, sondern verstärkte die Offensive. Und die Bemühungen der Wesermarsch-Kicker wurden prompt belohnt: Mit einer Bogenlampe von Stefan Janssen (71.) und einem von Yunus Gündogdu verwandelten Strafstoß (75.) kam der Außenseiter tatsächlich auf 2:3 heran.

Esenshamm drängte nun auf den Ausgleich und warf alles nach vorne. Stenum fuhr etliche Konter und hatte dann auch die XXL-Chance. Marco Reuschler wurde mustergültig von Sturmpartner Roland Göde bedient und hätte die Kugel nur noch ins leere Tor schieben müssen. Anstatt aber den Ball zu stoppen und ihn mit einem sicheren Schuss im verwaisten Tor unterzubringen, agierte Reuschler zu ungestüm und jagte die Kugel übers Gehäuse – Entsetzen und Haareraufen drei Minuten vor dem Ende.

Das Zittern um die längst sicher geglaubten drei Punkte dauerte bis weit nach den regulären 90 Minuten. Der allein enteilte Roland Göde umkurvte Gästekeeper Mike Strahlmann und wurde von dem Schlussmann von den Beinen geholt – Elfmeter für Stenum und nur die Ampelkarte für Strahlmann nach der klaren Notbremse. Strafstoßschütze Entelmann bewahrte in der hektischen Nachspielzeit kühlen Kopf und platzierte das Leder flach ins linke Eck – 4:2.

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