GANDERKESEE Mit einem Reflex wollte der Ganderkeseer Stephan Asche das drohende Unheil abwenden, das er auf seine Mannschaft zukommen sah. Im Stile eines Torwartes hechtete er in der 70. Minute durch den Kasten, um das Leder mit dem Kopf vor dem Überschreiten der Linie zu hindern. Als er sah, dass dies misslingen sollte, nahm er die Hand zur Hilfe. Zwar verhinderte er vorerst den 2:3-Rückstand im Spiel der Fußball-Bezirksliga gegen den VfL Stenum. Nachdem er folgerichtig Rot gesehen hatte, verwandelte aber Göde den Elfmeter und stellte damit endgültig die Zeichen auf Sieg für die Stenumer im Auftaktmatch beim Ortsrivalen TSV Ganderkesee. 5:2 (2:2) hieß es verdientermaßen am Ende für die Gäste.

Asche mag wohl gemerkt haben, dass nachdem Pfeifer (57.) und Bauer (59.) jeweils freistehend das 3:2 für den TSV vergeben hatten, seinen Nebenspielern merklich die Kräfte ausgingen. Sie kamen den Gästen nicht mehr nach und markierten sie nicht mehr eng genug. Das wäre nötig gewesen, um das jetzt etwas flüssigere Kombinationsspiel des VfL zu unterbinden. Der VfL nutze jetzt seine Freiheiten, legte noch zwei Tore nach und feierte einen gelungenen Saisonstart.

Nach dem sah es anfangs ganz und gar nicht aus. Als VfL-Keeper Buss eine Flanke von Reiss unterlaufen hatte, markierte Pfeifer früh die Führung des TSV, der mit diesem Treffer im Rücken dem VfL erfolgreich Paroli bot. Die Gäste machten es den Kontrahenten allerdings auch leicht, denn zu einem Mannschaftsspiel konnten sie sich noch nicht entscheiden. Steile Pässe und Einzelaktionen prägten ihr Spiel vor der Pause. Das gab dem TSV, bei dem Keeper Tim Intemann in der Folge dreimal den Ausgleich verhinderte, immer wieder Gelegenheit, im Kollektiv zu stören. Gegen Entelmanns platzierten Schuss war er dann aber machtlos. Der TSV blieb unbeeindruckt. Er knackte die VfL-Abwehr bereits im Gegenzug erneut über die Flügel. Diesmal war Auffarth zur Stelle. Aber auch diese Freude währte nicht lange, denn nach Abstimmungsproblemen zwischen Intemann und Lindemann schoss Roland Göde sein erstes Tor (2:2) an diesem Nachmittag.

Er sollte später zum Matchwinner für die Gäste werden. Dabei profitierte er davon, dass Ganderkesees Kai Kutscher früh verletzt ausscheiden musste. Bis dahin war von Göde nichts zu sehen gewesen. Jan Auffarth erfüllte diese Rolle nicht mehr ganz so gut. Wie auch die gesamte Ganderkeseer Mannschaft in der Endphase bei weitem nicht mehr das zeigen konnte, was sie vor der Pause noch im Spiel hielt.

Fried-Michael Carl Berne/Lemwerder / Redaktion Elsfleth
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