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Stenum Stolz auf seine Mannschaft war Thomas Baake, Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Stenum, am Samstag nach dem 1:0 (0:0)-Erfolg seiner Mannschaft im Auftaktspiel bei BW Bümmerstede. Dabei war es nicht nur das Ergebnis, das Baake zufriedenstellte.

„Wie meine Mannschaft mit der Gesamtsituation umgegangen ist, war schon beeindruckend“, lobte Baake seine Elf. Hintergrund: Bereits vor dem Anpfiff wussten die Stenumer vom Vorfall beim Bezirksliga-Rivalen SV Atlas Delmenhorst II, wo sich ein Spieler mit dem Coronavirus infiziert hatte. Am Mittwoch hatten Stenum und Atlas II im Bezirkspokal gegeneinander gespielt, hier war der Erkrankte noch zum Einsatz gekommen. „Das war für uns natürlich eine schwierige Situation, zumal wir uns direkt auf das Spiel konzentrieren mussten“, sagte der Stenumer Coach.

Und das Spiel in Oldenburg verlief zunächst lange Zeit ohne die ganz großen fußballerischen Highlights. Die Stenumer hatten in der Aufstellung im Vergleich zum Pokalspiel fünfmal rotiert. „Zudem sind wir auf einen robusten Gegner getroffen“, berichtete Baake. In der ersten Halbzeit neutralisierten sich die beiden Teams. „Wir haben stark nach hinten gearbeitet“, fand der VfL-Trainer. Nach vorne fehlte aber der letzte Pass, um größere Möglichkeiten zu kreieren.

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Nach dem Seitenwechsel kamen die Stenumer optimistisch gut aus der Kabine. Weiterhin ließ der Gast kaum Chancen zu, doch genauso mangelte es weiterhin, mit Ausnahme einiger Schussversuche aus der Distanz, an eigenen gefährlichen Situationen.

Als sich dann viele der Beteiligten vielleicht schon mit einer Punkteteilung abgefunden hatten, klingelte es doch noch im Bümmersteder Kasten. In der 86. Minute setzte sich der eingewechselte Dierk Fischer auf der rechten Außenbahn durch und legte den Ball in die Mitte. Jakob Korfmann verpasste zunächst, dafür hämmerte Felix Oetjen das Leder in die Maschen. „Danach haben wir den Sieg in einer Abwehrschlacht über die Zeit gebracht“, freute sich Baake, während sein Oldenburger Trainerkollege Marco Büsing sagte: „So ist halt der Fußball. Es war ein typisches 0:0-Spiel, und dann kann eine Szene schon mal ein Gegentor bringen. Die Jungs haben die Zweikämpfe angenommen und dafür gesorgt, dass Stenum nicht sein Spiel aufziehen konnte.“

Stenums Trainer Baake geht derzeit davon aus, dass der Corona-Vorfall in Delmenhorst für seine Mannschaft keine Folgen hat. „Wir sind sensibilisiert, versuchen aber, normal weiterzumachen.“

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
Andreas Kempe Nordwest-Fußball / Autor
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