Stenum Das vorgezogene Rückspiel in der Fußball-Bezirksliga zwischen dem TuS Heidkrug und dem VfL Stenum war nichts für schwache Nerven und ein Wechselbad der Gefühle für beide Teams. Stenum begann miserabel, holte dann einen 0:3-Rückstand auf, um am Ende doch mit leeren Händen die Heimfahrt antreten zu müssen. 3:4 (0:1) hieß es aus VfL-Sicht.

„Ich bin fast verrückt geworden. Da kämpfen wir uns so gut zurück und haben sogar den Sieg vor Augen, aber ein Konter hat uns dann das Genick gebrochen“, fasste VfL-Trainer Thomas Baake seine Gefühlswelt zusammen. Im Derby gegen den Aufsteiger waren seine Mannen zu Beginn überhaupt nicht präsent. Heidkrug dominierte und lag zur Pause durch ein Tor von Lennard Stöver (21.) verdient mit 1:0 vorn. „Mehr als zwei Halbchancen hatten wir nicht in der ersten Hälfte – das war zu wenig“, sagte Baake.

Die Kräfteverhältnisse blieben auch nach Wiederbeginn eindeutig: Heidkrug war bissiger und erhöhte durch Stöver (68.) und Nils Giza (71.) auf 3:0. Beim dritten Gegentreffer stellte sich die Stenumer Abwehr schlecht an, als ein gegnerischer Einwurf überhaupt nicht verteidigt wurde und schließlich beim Torschützen Giza landete. Baake reagierte und brachte Sebastian Kelm und Paul Fuhrken. „Da wurden tatsächlich Kräfte freigesetzt“, so der Übungsleiter.

Fuhrken bedankte sich direkt nach der Einwechselung mit dem Anschlusstor zum 1:3 (74.) und verkürzte wenig später auf 2:3 (76.). Als Maximilian Klatte sechs Minuten vor dem Abpfiff sogar den 3:3-Ausgleich markierte, deutete vieles auf ein Remis hin. „Wir waren in der Phase überlegen und hätten auch gewinnen können“, erklärte Baake. Der Schuss ging jedoch nach hinten los: Stenum vernachlässigte die Verteidigung, rückte zu weit auf und wurde im alles entscheidenden Moment der Partie eiskalt ausgekontert. Heidkrug bekam nach dem Angriff noch einen umstrittenen Foulelfmeter zugesprochen, den VfL-Keeper Maik Panzram zunächst hielt, beim Nachschuss von Niklas Bädjer zum 4:3 (87.) aber machtlos war.

„Durch die beiden jüngsten Niederlagen müssen wir in der Tabelle jetzt nicht mehr nach ganz oben gucken und denken nur noch von Spiel zu Spiel“, schraubt Baake das Saisonziel herunter. Bereits am Sonntag (14.30 Uhr) steht gegen Baris das nächste Derby an. „Bis dahin müssen wir das Spiel gegen Heidkrug aus den Köpfen kriegen.“

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