Stenum Wer am Samstag das Treiben unmittelbar nach dem Schlusspfiff beobachtete, konnte nur bedingt erahnen, welches Team den Meistertitel in der Fußball-Bezirksliga der C-Junioren gewonnen hat. Während die JSG Höltinghausen/Emstek drei wichtige Punkte gegen den Abstieg ausgiebig feierte, überwog bei den Kickern des VfL Stenum nach der 0:1 (0:0)-Niederlage zunächst die Enttäuschung. Diese legte sich jedoch schnell, denn die Pleite trübte die herausragende Spielzeit keineswegs.

Bereits vor zwei Wochen hatten sich die Stenumer durch die 1:2-Niederlage des Verfolgers VfB Oldenburg gegen den SV Brake vorzeitig den Titel gesichert. Mit insgesamt 47 Punkten aus 21 Spielen stellt der VfL das beste Team des Bezirks Weser-Ems.

Schon vor Beginn des letzten Heimspiels ehrte Staffelleiter Thomas Peters (Brake) die Mannschaft um Trainer Daniel Hampe und überreichte die Meisterschale. „Es war eine recht erfolgreiche Saison. Als grandios würde ich sie aber nicht bezeichnen, denn wir haben in der Rückrunde nicht immer gut gespielt“, resümierte Hampe nach der Partie gegen Höltinghausen bescheiden.

Womöglich hatte der Coach die unglückliche 0:1-Pleite noch nicht verdrängt. Vor den Augen der ersten Männermannschaft dominierten die Stenumer zwar die Begegnung, kamen jedoch nur selten zu gefährlichen Abschlüssen. Der größte Aufreger der ersten Halbzeit bot sich in der 14. Minute, als VfL-Torjäger Yann Bartels (14 Treffer) die Kugel an die Unterkante der Latte setzte. Auf der Gegenseite hatte Höltinghausen bei einem Pfostentreffer Pech (34.).

Nach dem Seitenwechsel gerieten die Gastgeber sogar in Rückstand: JSG-Kapitän Julian Wessels verlängerte einen Eckball gekonnt ins Tor (43.). Zwar warfen die Stenumer noch einmal alles nach vorne, für den Ausgleich reichte es allerdings nicht mehr. „Das war schon eine unnötige Niederlage. Aber wenn man das Tor vorne nicht macht, kann man nicht gewinnen“, konstatierte Hampe.

Das Spiel sei symptomatisch für eine „nicht ganz einfache Rückrunde“ gewesen, so der Trainer: „Man hat gemerkt, dass sich die Gegner besser auf uns eingestellt haben. Zum Glück haben wir trotzdem den ersten Platz verteidigt.“ Ein entscheidender Schritt zum Titel sei der Auswärtssieg im März beim damaligen Zweiten VfB Oldenburg gewesen (1:0). „Von da an wussten wir, dass in Sachen Meisterschaft etwas möglich ist“, berichtet Hampe. Daran geglaubt habe der Coach allerdings erst, als die Oldenburger nach fünf Siegen am Stück gegen den Stadtrivalen VfL (1:5) sowie Brake (1:2) verloren und Stenumer am 22. Mai als Meister feststanden.

„Den Titel hat sich die Mannschaft absolut verdient. Wir sind insgesamt sehr geschlossen aufgetreten. Das war der Schlüssel“, freut sich Hampe. Auch die Konstanz sei beeindruckend gewesen, betont der Übungsleiter. Lediglich am vierten und fünften Spieltag hatte der VfL nicht die Spitzenposition inne. Ein weiterer Stenumer „Dreier“ soll an diesem Dienstag (18 Uhr) folgen, um die 50-Punkte-Marke zu knacken. Im letzten Saisonspiel gastiert die Hampe-Elf beim viertplatzierten TuS Heidkrug.

Derweil bestätigte Stenums Jugendleiter Werner Bruns, dass man den mit der Meisterschaft verbundenen Aufstieg nicht wahrnehmen werde. Zudem finde im Sommer ein Tausch auf der Trainerposition statt: Während Carsten Barm zur neuen Saison die C-Jugend übernimmt, wechselt das Trainerduo um Daniel Hampe und Malte Tönjes zu den B-Junioren.

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