Stenum „Derbys sind etwas Besonderes – und ich brauche Spieler, die Derby-Charakter zeigen.“ Thomas Baake hatte vor dem gestrigen Bezirksliga-Kick seiner Elf klare Vorstellungen. Doch so richtig erfüllt wurden die Erwartungen des Trainers vom VfL Stenum nicht: Sein Team verlor das Nachbarschaftsduell mit 0:1 (0:0) und blieb erstmals in dieser Serie ohne Torerfolg.

Die Entstehung des „goldenen“ Treffers war bezeichnend für die aktuelle Situation beim VfL Stenum. Baris-Stürmer Shewket Barakat Osef nutzte eine Unaufmerksamkeit der Stenumer Hintermannschaft eiskalt aus und setzte sich auf halblinker Position beim Abschluss aus kurzer Entfernung auch gegen Keeper Maik Panzram durch (51.). „Da waren sich zwei meiner Spieler nicht einig, und schon fällt das Tor“, kritisierte Baake das schwache Zweikampfverhalten in der alles entscheidenden Aktion.

„Es ist eigentlich nicht unsere Stärke, Beton anzurühren. Heute hat es sich so ergeben, fußballerisch sah das nicht immer gut aus“, verteidigte Gäste-Coach Baris Caki seine Defensivtaktik. Der Erfolg gab ihm Recht, denn Stenum lief sich unzählige Male fest und wurde mit einer großen Einsatzbereitschaft zur Verzweiflung gebracht. Von Beginn an waren die Platzherren spielbestimmend. Die erste sehr gute Gelegenheit leitete Marten Michael mit einem Steilpass auf Tom Geerken ein, der bei einem Konter im Strafraum von Alexander Pelman und dem starken Torhüter Ercan Vayvalako aufgehalten wurde (13.). Torben Würdemann nach einem Freistoß von Julian Dienstmaier (39.) sowie Paul Fuhrken (42.) verpassten jeweils per Kopf ebenfalls das Ziel. Auf der anderen Seite hatte Mert Caki fünf Minuten vor der Pause die Riesenchance, Baris in Front zu schießen – er scheiterte jedoch freistehend am linken Außenpfosten.

Ähnliches Bild in Durchgang zwei: Die Baake-Elf startete eine Vielzahl an Angriffen, die allesamt verpufften. Dienstmaier hatte auch noch eine weitere gute Freistoßchance, fand allerdings seinen Meister in Keeper Vayvalako, der den Ball aus dem Winkel fischte (64.).

„Innerhalb von nur einer Woche haben wir nun drei Niederlagen kassiert und unsere schöne Ausgangssituation nach dem Saisonstart wieder eingebüßt“, sagte Baake. „Jetzt sind wir in einer Negativspirale, aus der wir uns wieder rauskämpfen müssen.“ Auf dem Platz sah er gegen den SV Baris kaum Anlass für Kritik: „Wir haben dominant gespielt und waren die bessere Mannschaft. Es hätte nur einen Sieger geben dürfen, nämlich uns.“

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