Stenum Die Erfolgsgeschichte der Stenumer Jugendfußballer geht in die nächste Runde. Sowohl die A- als auch die B-Junioren haben das Halbfinale des Bezirkspokals erreicht.

A-Junioren

Über die Zeit gerettet haben die Stenumer ihren Vorsprung. Am Ende mussten sie beim 2:1 (2:0)-Erfolg über GW Brockdorf noch etwas zittern. „Das war ein unnötig enges Spiel. Wir haben gut losgelegt und sind früh in Führung gegangen. Dann haben wir uns aber zu sehr zurückgenommen“, meinte Stenums Trainer Tim Müller. Felix Oetjen brachte die Gastgeber bereits in der vierten Minute in Führung. Malcolm-Tarik Jumpertz hatte das 2:0 zwar auf dem Fuß (21.), doch er schloss zu überhastet ab.

So fand Brockdorf immer besser ins Spiel und kam zu einigen Chancen, doch entweder ging der Ball am Tor vorbei oder VfL-Torwart Marcel Rüdebusch war zur Stelle. Einem Freistoß hatten die Gastgeber dann ihre 2:0-Pausenführung zu verdanken – und einem stark aufspielenden Marcel Marquardt, der den Ball unhaltbar ins Tor zirkelte (45.+1). „Das Tor war wie gemalt“, lobte auch Trainer Müller.

In der zweiten Halbzeit tat sich Stenum über weite Strecken schwer und spielte kaum mehr eine richtig zwingende Chance heraus. Brockdorf hatte die Hoffnung dagegen noch nicht aufgegeben, sondern tauchte immer wieder vor dem Kasten der Gastgeber auf. Richtig gefährlich wurde es aber erst in der 68. Minute. Einen Freistoß von Linus Fangmann konnte Rüdebusch noch parieren, bei der anschließenden Ecke war er gegen Tom Ostendorf aber machtlos.

Motiviert durch den Anschlusstreffer rannten die Gäste weiter an, Stenum kam nur noch zu wenigen Entlastungsangriffen. Die beste Chance, die Partie zu entscheiden, hatte Alexandru-Iulian Darus (84.). Nach einem Freistoß konnte er seinen Kopfball nicht richtig platzieren, so dass Gäste-Torhüter Felix Thierbach noch retten konnte.

„In der Liga haben wir das Spiel gegen Brockdorf dominiert. Das war dieses Mal nicht der Fall“, resümierte Stenums Trainer, für den nur das Ergebnis zählte. „Wir stehen im Halbfinale und überwintern im Pokal. Das war unser Ziel“, freute sich Müller.

B-Junioren

Der 8:6 (4:4/2:3)-Sieg nach Elfmeterschießen bei RW Damme hatte für Stenums Trainer Maurice Kulawiak einen faden Beigeschmack. „Den Sieg haben wir uns teuer erkauft. Damme hat sehr unfair und mit extremer Härte gespielt. Zwei meiner Spieler haben sich schwer verletzt, beide mussten ins Krankenhaus“, ärgert sich der Coach.

Niklas Brill ging kurz vor der Halbzeitpause nach einem Duell mit Dammes Torwart Philip Theilmann zu Boden. „Er hat sich eine schwere Mittelfußprellung zugezogen und hatte so starke Schmerzen, dass er direkt vom Platz mit dem Krankenwagen in die Klinik kam“, berichtete Kulawiak. Kurz nach Wiederanpfiff erwischte es außerdem Simon Kösters. Er wurde an der Außenlinie gefoult und fiel unglücklich auf seine Hand. Die Folge: Handgelenksbruch. „Beide sind Stammspieler und werden uns jetzt länger ausfallen. Ich war kurz zuvor, das Spiel abzubrechen. Am Ende bin ich aber froh, dass sich meine Jungs vom Verhalten der Dammer nicht haben provozieren lassen“, so der Stenumer Trainer.

Sportlich war es eine umkämpfte Partie mit vielen schönen Toren auf beiden Seiten. Die Gäste-Führung erzielte Felix Rutayungwa per Freistoß aus 35 Metern (14.), ehe Damme durch Jonas Jeck zum Ausgleich kam (19.). „Das 2:1 für uns war ein Traumtor von Niklas Brill“, meinte Kulawiak. Aus 25 Metern zog Brill ab und versenkte den Ball unhaltbar im Tor (23.). Doch noch vor der Pause drehten die Gastgeber die Partie durch Jeck (30.) und Dermer (31.).

„In der zweiten Hälfte haben wir den Kampf dann angenommen“, so der Coach. Nach dem Ausgleich durch Luca Porcelli (45.) drehte Leon Ermandraut die Partie wieder zugunsten der Gäste (60.). Danach verpassten es Yann Bartels, Noah Gaden und Levi Jarosch, den Sack zuzumachen. So kam Damme noch zum Ausgleich durch Jeck (76.). Im Elfmeterschießen behielten die Stenumer aber die Nerven – Rutayungwa, Gaden, Ermandraut und Marek Sieling sorgten für den Halbfinaleinzug des VfL.

Gloria Balthazaar Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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