Stenum Als Maximilian Klatte nach 71 Minuten vom Platz ging und ausgewechselt wurde, genoss er sichtlich den Applaus der Zuschauer. Seinen Job als hängende Spitze hatte Klatte bis dahin mit Bravour erledigt und beim 7:0 (2:0)-Schützenfest in der ersten Runde des Fußball-Bezirkspokals gegen den SV Baris Delmenhorst vier Tore erzielt. Damit nicht genug: Innerhalb von nur elf Minuten gelang dem Matchwinner ein lupenreiner Hattrick.

Im ersten Pflichtspiel nach der Sommerpause präsentierten sich die Bezirksliga-Kicker von Trainer Thomas Baake in Torlaune. Gegen den Ligarivalen aus der Delmestadt setzte der VfL Stenum gleich ein dickes Ausrufezeichen. Baris hielt nur im ersten Durchgang phasenweise dagegen und ging nach der Pause mit wehenden Fahnen unter. „Ich bin selten sprachlos, aber jetzt bin ich es. Dieses Debakel kann ich mir nicht erklären“, rang Baris-Trainer Önder Caki nach Worten. Schließlich hatte sein Team zuletzt unter der Woche beim 6:2 gegen den Blumenthaler SV aus der Bremen-Liga einen guten Eindruck hinterlassen. „Das waren zwei völlig verschiedene Gesichter“, so Caki.

Auf der anderen Seite freute sich Baake über die trotz der hochsommerlichen Temperaturen starke Laufleistung seiner Schützlinge, die den Gegner mit zunehmender Spieldauer an die Wand spielten. Klatte eröffnete den Torreigen mit einem verwandelten Handelfmeter (17.). Arnold Koletzek köpfte kurz vor der Pause das 2:0 (40.).

Die Klatte-Show erlebte direkt nach Wiederbeginn ihren Höhepunkt. Dreimal tauchte der von Baake taktisch clever als „falsche Neun“ aufgestellte Offensiv-Stratege vor Gästekeeper Ercan Vayvalako auf – dreimal zappelte der Ball zwischen der 47. und 58. Minute im Netz. Damit stand es bereits 5:0 für die klar überlegenen Platzherren. Das halbe Dutzend machte der nur Sekunden vorher eingewechselte Tammo Oetken voll (65.), und Julian Dienstmaier stellte schließlich auf 7:0. Danach ließen es die Stenumer etwas ruhiger angehen, ansonsten hätte den Gästen auch eine zweistellige Klatsche gedroht.

„Es lief schon ziemlich rund bei uns. Dabei fehlen noch acht bis neun Spieler, die erst in den nächsten Tagen aus dem Urlaub zurückkommen werden“, sagt „Pokal-Fan“ Baake, der mit seiner Mannschaft in der vergangenen Saison erst in der vierten Runde an Landesligist BW Papenburg gescheitert war. In der zweiten Runde hat Stenum am kommenden Wochenende ebenfalls Heimrecht und trifft auf Tur Abdin. Der Kontrahent hatte in der ersten Runde ein Freilos.

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