Stenum Tur Abdin und der Bezirkspokal – da war doch was? Genau, es ist schon fast eine kleine Tradition, dass sich der VfL Stenum im Cup-Wettbewerb mit der ebenfalls in der Fußball-Bezirksliga ansässigen Elf aus Delmenhorst duelliert. Wie schon in den beiden Jahren zuvor stand am Sonntag erneut der Vergleich mit den Aramäern auf dem Programm. Nach der Stenumer 2:4-Pleite im Jahr 2016 sowie dem 3:2-Sieg im vergangenen Jahr schlug das Pendel am Sonntag wieder zugunsten der Delmenhorster aus. Durch das 0:1 (0:0) musste die Elf von VfL-Trainer Thomas Baake in Runde zwei vorzeitig die Segel streichen.

„Meiner Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen, sie hat vorbildlich gekämpft und auch sehr gut gegen den Ball gearbeitet“, sagte Baake. „Dass wir verloren haben, lag einzig und allein an der Effektivität. Chancen für den einen oder anderen Treffer waren ausreichend vorhaben.“

Mit seiner Einschätzung lag Baake mit seinem Trainerkollegen Christian Kaya von Tur Abdin auf einer Wellenlänge. Auch er sah eine optisch überlegene Stenumer Auswahl. „Im Fußball gewinnt derjenige, der die Tore macht. Obwohl wir zehn verletzte Spieler hatten, haben wir auf die Zähne gebissen und uns mit einer guten kämpferischen Leistung behauptet.“

Vor den gut 200 Zuschauern am Stenumer Kirchweg waren es von Beginn an die Gastgeber, die den Ton angaben und im ersten Abschnitt durch Paul Fuhrken, Maximilian Bradler und Lennart Höpker drei Chancen auf der Habenseite verbuchten, die allesamt verpufften. Ähnlich sah es auch nach der Pause aus, die mit einem Kopfball von Malte Tönjes, der nur knapp das Ziel verfehlte, verheißungsvoll begann (50.). Sieben Minuten später wurde der kurz vorher eingewechselte Ole Braun von Maximilian Klatte mit einem Steilpass in die Tiefe geschickt. Doch auch der Joker schaffte es nicht, den Ball im Netz unterzubringen.

Wie so oft im Fußball wurde die eigene Nachlässigkeit eiskalt bestraft: Die ansonsten allenfalls bei Standardsituationen gefährlichen Gäste wagten sich eine Viertelstunde vor dem Ende nach vorne und gingen durch das „goldene“ Tor von Simon-Josef Matta in Front. Die Stenumer Defensivabteilung ließ den Torschützen bei einer Flanke von Aho Hanno völlig allein – VfL-Keeper Maik Panzram war bei dem Schuss aus kurzer Distanz machtlos. „Da hat unser Stellungsspiel nicht gestimmt. Es war jedoch das erste Gegentor seit langer Zeit, daher ist das zu verschmerzen“, nahm Baake seine Verteidiger in Schutz. In der 89. Minute sah Malte Tönjes wegen zu frühen Ausführens eines Freistoßes die Gelb-Rote Karte.

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