Stenum Ausgerechnet der SV Tur Abdin wird zum Aufbaugegner für den zuletzt glücklosen VfL Stenum. Vier Wochen nach dem 3:2 im Bezirkspokal gelang der Elf von VfL-Trainer Thomas Baake am Sonntag in der Fußball-Bezirksliga sogar ein 4:1 (2:1). In dem hitzigen Derby avancierte der dreifache Torschütze Frederik Dittmar zum Matchwinner.

„Das ist natürlich super, dass mir gleich drei Tore gelungen sind“, strahlte der erst 18 Jahre alte Frederik Dittmar über das ganze Gesicht. Schon nach einer Viertelstunde legte der Youngster dem SV Tur Abdin mit einem schönen Schlenzer unter die Latte das erste Ei ins Netz. Einen indirekten Freistoß nahm er mustergültig an und sorgte für das frühe 1:0 (15. Minute). Nur sieben Minuten später nutzte Dittmar einen Patzer des unsicheren gegnerischen Torhüters Ehsan Tabar eiskalt aus und staubte zum 2:0 ab (22.). Durch einen von Can-Dennis Blümel verwandelten Strafstoß kamen die Delmenhorster in der abwechslungsreichen ersten Hälfte auf 1:2 heran (31.). Stenums Innenverteidiger Marten Michael soll Abdins Andreas Lorer elfmeterreif gefoult haben.

Spätestens mit dem 3:1 (56.) durch Bastian Morche, der einen Abpraller vom rechten Pfosten über die Torlinie grätschte, häuften sich die Wortgefechte auf dem Platz. Fast jeder Zweikampf und jede Aktion wurden fortan von der Abdiner Bank und Spielern mit teilweise grenzwertigen Kommentaren begleitet. Rüde Frustfouls trübten ebenso das Nachbarschaftsduell.

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Einer der Leidtragenden war der Stenumer Torben Würdemann, der in der Endphase verletzt ausschied. Auch Frederik Dittmar, der auch bei seinem dritten Streich zum 4:1 (63.) den Überblick behielt, musste einige verbale Attacken über sich ergehen lassen. Der Unparteiische Leo Mecklenborg aus Oldenburg hatte große Mühe, den Überblick zu behalten. Selbst nach dem Abpfiff kühlten die Gemüter bei den Gäste-Kickern und einigen Anhängern nicht ab. Abdin-Coach Christian Kaya sprach schließlich ein Machtwort und nahm seine geknickten Schützlinge zum Abkühlen mit in die Kabine.

„Wir wollten den Bock umstoßen, und das haben wir geschafft. Leider wurde das Derby wie schon das Pokalspiel von Nickeligkeiten begleitet“, erklärte VfL-Trainer Thomas Baake. „Der Sieg war hochverdient, jetzt wollen wir so schnell wie möglich ins Tabellenmittelfeld. Vielleicht gelingt uns auch eine kleine Serie.“

Nach dem ersten Sieg im vierten Spiel überwog bei dem Stenumer Urgestein allerdings – abgesehen von der Würdemann-Verletzung – durchweg das Positive: „Ich freue mich sehr für Freddy. Er hat unser Flügelspiel enorm verbessert. Seine Trainingsleistungen waren auch schon sehr gut, diese hat er heute bestätigt“, sagte Baake. Neben dem jungen Torjäger schenkte er auch seinem erfahrensten Akteur Rouven Heidemann – der „Oldie“ feierte am Sonntag seinen 36. Geburtstag und ist damit doppelt so alt wie der aufstrebende Freddy Dittmar – ein Sonderlob.

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