landkreis /mc/CsC/mh – Sieben Sportlerinnen, die alle in ihrer Sportart im vergangenen Jahr viel erreicht haben, wurden von den Vertretern des Kreissportbundes Oldenburg-Land und der NWZ für die Sportlerwahl 2006 im Landkreis nominiert. In der Folge werden die Aktiven kurz vorgestellt.

Sport ist gesund, weiß Nicole Großkopf. Und sie weiß es besser als alle anderen. Denn als die 15-Jährige von der LGG Ganderkesee noch ein Kind war, half ihr die Leichtathletik, ihr Asthma zu bekämpfen. Heute, so wurde ihr von einem Arzt bestätigt, hat sie die Krankheit besiegt. Als Sechsjährige war Nicole zum ersten Mal auf einer Laufbahn zu finden. Zunächst noch relativ unkoordiniert, wurde ihr Training immer intensiver, bis sie anfing, an Wettkämpfen teilzunehmen, und zwar mit Erfolg. Mit acht Jahren waren sie und ihre Staffel auf der bundesweiten Jahresbestenliste auf dem ersten Platz. Später folgten auch Einzelerfolge, gekrönt im Jahr 2006 vom 14. Platz (von 53) bei den Deutschen Meisterschaften im Block Sprint-Sprung. In dieser Disziplin holte sie sich zudem den Vizetitel bei den Landesmeisterschaften. Im Kugelstoßen wurde sie sogar Landesmeisterin.

Die erfolgreichste Sportlerin des SC Wildeshausen, in der Sparte Badminton, ist schon seit Jahren Sonja Grünewald. Auch das Jahr 2006 verlief für die Gymnasiallehrerin wieder außergewöhnlich erfolgreich. So konnte sie bei den Norddeutschen Meisterschaften in Merseburg die Titel in der Altersklasse O 35 im Dameneinzel als auch im Damendoppel wieder für sich gewinnen. Bei der Deutschen Meisterschaft in Mülheim/Ruhr, holte sie im Dameneinzel einen dritten und im Damendoppel mit ihrer Partnerin Anja Schwarze vom TV Blomberg einen zweiten Platz. Bei der Europameisterschaft in Hertogenbosch (Niederlande) schied sie jeweils erst im Viertelfinale aus.

Die amerikanische Profigolferin Michelle Wie mit ihrem aggressiven Spiel ist das große Vorbild von Greta Lange. Die 17-Jährige des GC Oldenburger-Land hat gute Voraussetzungen dazu, auch eine große zu werden. 2,9 ist das aktuelle Handicap des größten Talents des GCOL, das seine Stärken in den langen Schlägen und die Schwächen im mentalen Bereich und in der kurzen Distanz hat. Um noch weiter nach vorne zu kommen, wird die Gymnasiastin, die in Rethorn wohnt, demnächst auch im Club zur Vahr in Bremen spielen, weil dort die Konkurrenz größer ist. Dass diese aber auf Verbandsebene kaum noch zu finden ist, machte sie im vergangenen Jahr deutlich: Bei den Meisterschaften des Golfverbandes Niedersachsen-Bremen gewann sie den Titel im Einzel bei den Juniorinnen und in der Altersklasse U 18, bei den Frauen landete sie nur knapp hinter der Siegerin auf dem zweiten Platz. Obwohl sie leidenschaftlich gerne und gut Golf spielt, denkt sie nicht

daran, Profi zu werden. „Da hätte ich noch weiter sein müssen“, analysiert sie ganz nüchtern ihre Position

165 Zentimeter ist sie groß und weniger als 55 Kilogramm schwer: Dass sie Kampfsport ausübt, ist der 27-jährigen Wiebke Staak auf den ersten Blick nicht anzusehen. Drei- bis viermal steht sie im Vorfeld von Wettkämpfen in der Trainingshalle und perfektioniert ihre Handgriffe. Und sie ist dabei auch noch erfolgreich. Seit 1999 ist sie Mitglied des JC Achternmeer-Hundsmühlen. Nachdem sie zuvor an der Uni in Oldenburg Teak-Won-Do ausgeübt hatte, wechselte sie beim JC zum Kung Fu. Die ehrgeizige Sportlerin kämpfte sich schnell in das Nationalteam, mit dem sie 2000 in Wesel WM-Zweite, 2003 in Bierun (Polen) und 2006 in der Kiew (Ukraine) Weltmeister wurde. Sie bevorzugt bei ihren Auftritten die Semi-Kontakt-Variante, bei der die Schläge mit reduzierter Kraft ausgeführt werden. Denn eines ist für sie klar: Sie betreibt Kung Fu ganz alleine, um fit zu bleiben und um sich in der Selbstverteidigung zu üben. Dass sie dabei noch so erfolgreich ist,

macht die zierliche Person umso stolzer.

Für Dressurreiterin Lena Teichert von der Waldreitschule Dötlingen war 2006 ein erfolgreiches Jahr. Die 16-jährige Schülerin hat sich mittlerweile im Juniorensektor in der Bundesspitze etabliert. Direkt nach dem Preis der Besten in Warendorf wurde sie für den Bundeskader nominiert. Ihre größten sportlichen Erfolge feierte sie 2006 bei den Weser-Ems-Meisterschaften in Cloppenburg und beim internationalen Jugendturnier in Neubeeren (Berlin). In Cloppenburg setzte sie sich im Finale durch und sicherte sich die Goldmedaille. Neubeeren war für sie der erste Einsatz in einem Nationenpreis und dank ihrer guten Leistung belegte die bundesdeutsche Equipe den ersten Platz. Das Erfolgspferd von Lena Teichert heißt Dynamik. Das Paar hat sich für das Jahr 2007 viel vorgenommen. Erster Turnierstart ist in zwei Wochen das Jugendturnier in Elmshorn. Weitere Stationen werden der Preis der Besten im Mai in

Warendorf und die Deutschen Jugendmeisterschaften im August sein. Ein Traum wäre es für die sympathische Schülerin, auch an einem internationalen Championat teilzunehmen

Jenny Tönjes’ sportliche Heimat ist auf dem Rücken der eleganten Vierbeiner. Und auch sie hat ein äußerst erfolgreiches Jahr 2006 hinter sich. Die 14-jährige Vielseitigkeitsreiterin vom RV Ganderkesee wurde bei den Deutschen Meisterschaften Dritte, bei den Europameisterschaften Zehnte und Weser-Ems-Meisterin. Bei der Ein-Stern-Prüfung im französischen Moulins-Toulandon belegte sie ebenfalls den dritten Rang. Für ihre Erfolge musste Jenny hart trainieren. Jeden Tag sitzt sie drei Stunden lang im Sattel ihres Ponys „Aircraft“ oder von „Artus“, mit dem sie in Springwettbewerben antritt. Wenn die 14-Jährige aber einmal nicht im Reitstall anzutreffen ist, dann tanzt sie gerne. Einmal in der Woche tauscht sie die Reitstiefel mit Tanzschuhen.

Die Mischung aus körperbetontem Spiel, Technik und Tempo fasziniert die Oldenburgerin Mareike Zetzmann (25) am Handballsport, zu dem sie rein zufällig kam. Alle ihre Freundinnen fingen 1990 damit an – da blieb ihr nichts anderes übrig, als ebenfalls den Weg in die Halle zu wählen. Bislang hat die Linkshänderin diese Wahl noch nicht bereut. Nach den Jahren in Eversten und beim TvdH Oldenburg wechselte sie vor vier Jahren zum Harpstedter TB. Hier ist sie mittlerweile eine feste Größe im rechten Rückraum. Die groß gewachsene Spielerin nutzt dies nicht nur zu Würfen aus der Distanz, sondern sie sucht auch immer wieder den Weg in die Lücken der gegnerischen Abwehr. Und das mit Erfolg: In der Saison 2005/2006 wurde die Lehramtsstudentin mit 184 Treffern Torschützenkönigin in der dritthöchsten Klasse. Klar, dass sie sich darüber freut. Noch wichtiger ist ihr allerdings der Erfolg der Mannschaft, die klar im Vordergrund steht.

Abstimmen im Internet:

 www.nwzonline.de/sportlerwahl

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