Landkreis Bei den Frauen und den Jungen ist der gemeinsame Spielbetrieb mit den Fußballkreisen Cloppenburg und Vechta für die Clubs aus Oldenburg-Land/Delmenhorst bereits in trockenen Tüchern. Im Mädchenbereich hingegen scheint es derzeit gewaltig zu rumoren. Erst ging beim Kreisvorsitzenden Erich Meenken vor gut einer Woche ein von fünf Vereinen unterzeichneter Antrag ein, in dem sich die Clubvertreter für einen Verbleib in der bisherigen Kooperation mit Oldenburg Stadt, Ammerland, Friesland, Wilhelmshaven und Wesermarsch aussprechen. Und am Freitag trat dann Sylvia McDonald von ihren Ämtern als Vorsitzende des Frauen- und Mädchenausschusses sowie als Kreis-Frauen- und Mädchenreferentin zurück.

„Das kam alles etwas überraschend“, erklärte Meenken. Er bestätigte den Eingang des Antrags, dessen Inhalt der NWZ bekannt ist. Unterzeichner sind der TSV Ganderkesee, VfL Stenum, TV Jahn/SG Delmenhorst, VfL Wildeshausen und FC Hude. Zumindest ein Kritikpunkt konnte bereits in dieser Woche abgearbeitet werden, denn mit Knut Hinrichs stellte der Fußballkreis während seiner Arbeitstagung in Kirchhatten schon einmal einen Koordinator für den gemeinsamen Spielbetrieb vor. „Nächsten Dienstag ist die nächste Zusammenkunft zwischen unseren drei Kreisen geplant. Da werden die nächsten Dinge besprochen“, kündigte Meenken an.

Aber es gibt noch weitere Streitpunkte, die im Antrag erwähnt werden – wie die fehlende, endgültige Ausschreibung, das Problem der in Cloppenburg und Vechta üblichen festen Anstoßzeiten oder Sonderspielgenehmigungen. Auch der Wegfall einer kreisübergreifenden Hallenrunde und eines Pokalwettbewerbs wird bemängelt. „Wir sehen die Gefahr, dass die in den letzten Jahren geleistete Aufbauarbeit im Juniorinnenfußball einen Rückschlag erleidet, wenn nach den angedachten Ausschreibungselementen der Spielbetrieb durchgeführt werden soll“, kritisieren die Antragsteller. Hinzu komme, dass man sich seitens der Vereine zuletzt schlecht informiert fühle.

Für Sylvia McDonald indes war in dieser Woche der Punkt erreicht, „der das Fass zum Überlaufen brachte“, erklärte die Delmenhorsterin. „Ich habe immer versucht, die Vereine mit ins Boot holen und deren Meinung zu vertreten. Allerdings haben Cloppenburg und Vechta auch eine ganz andere Organisationsstruktur, und einige Punkte sind ja auch immer noch nicht gelöst.“ Nachdem ihr nun in einer Mail von einem Kollegen aus dem eigenen Vorstand vorgeworfen wurde, „dass ich nie die Zusammenarbeit mit den anderen beiden Kreisen befürwortet hätte“, entschied sie sich zum Rücktritt von ihren Vorstandspositionen.

Einen Rückweg aus der geplanten Spielgemeinschaft zurück ins alte Gebilde schloss Meenken derweil schon aus. „Die Vereine haben sich in deutlicher Mehrheit für die Zusammenarbeit ausgesprochen. Entweder finden sich jetzt alle damit ab, oder es gibt für die Mannschaften, die jetzt nicht mehr mitziehen, keinen geregelten Punktspielbetrieb mehr“, erklärte der Kreisvorsitzende. Große Skepsis, dass ihm nun einzelne Mädchenmannschaften weglaufen könnten, habe Meenken nicht. Er würde sich aber wünschen, dass auch die Vereine auf ihre Verantwortlichen für den Mädchenfußball noch einmal einwirken – um die Wogen schneller zu glätten.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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