Hude Unschöner Vorfall in der Fußball-Kreisliga: Der FC Hude lag am Montagnachmittag im Auswärtsspiel gegen den SV Baris mit 5:0 in Führung, als Schiedsrichter Louis-Frederic Kunst (SV Braker) die Partie in der 82. Minute abbrach. Ein Baris-Spieler soll den jungen Unparteiischen bedroht haben. „Was genau gesagt wurde, habe ich nicht gehört“, sagte Hudes 2. Vorsitzender Bernd Stolle, für den der Abbruch „aus heiterem Himmel“ kam. Baris hatte zuvor schon eine Gelb-Rote Karte kassiert. „Schade, dass es so gekommen ist. Die Entscheidung des Schiedsrichters ist aber nachvollziehbar“, meinte Stolle.

Der FC Hude dürfte somit die drei Punkte am grünen Tisch zugesprochen bekommen – große Freude löste das Pfingstwochenende beim FC aber sicherlich nicht aus. Denn bereits am Freitagabend hatten die Huder das Spitzenspiel gegen den TV Munderloh mit 1:2 (0:1) verloren. Als die Partie beendet war und die meisten der 450 Zuschauer die Anlage bereits verlassen hatten, begann beim FC die Aufbauarbeit, während die Munderloher zur Siegesfeier ansetzten. Schnell kam der Kreis in Bewegung und es wurden Freudentänze auf dem Rasen des ungeliebten Derbygegners aufgeführt. „Es ist noch längst nichts entschieden. Wir haben nach wie vor alle Möglichkeiten, am Ende den ersten Platz zu belegen“, legte sich Hudes Torjäger Julian Arciszewski fest. Damit liegt der FC-Knipser sicherlich richtig, aber mit nur einem Zähler aus den richtungsweisenden Vergleichen mit dem VfL Wildeshausen II (1:1) und Munderloh bekam die Huder Bilanz zwei empfindliche Rückschläge.

„Wir machen uns überhaupt keinen Druck. Es wäre schön, wenn es mit dem Aufstieg klappen würde und wir etwas zu feiern hätten. Aber auch die anderen Mannschaften sind spielerisch stark“, sagte Bernd Stolle. „Vor dreieinhalb Jahren haben wir noch gegen den Abstieg gespielt, insofern ist unsere Entwicklung sehr gut. Sollte es nicht klappen, kicken wir weiter in der Kreisliga – auch die ist attraktiv“, erklärte Stolle.

Attraktiv war am Freitag auch der Auftritt des TV Munderloh. Spielerisch waren die Gäste den Platzherren vor allem in der ersten Hälfte deutlich überlegen. Zwei für FC-Keeper Stefan Hilgenberg unhaltbare Freistöße von Nicolas Bruns (37.) und Finn Albertzarth (78.) sorgten für die Vorentscheidung. In der hektischen Schlussphase machte Hude viel Dampf, kam jedoch nur noch zum späten 1:2 durch Ole Schöneboom.

Für den TVM war der Triumph auch eine Revanche für das 1:2 im Hinspiel. Mit neun Siegen in Folge stürmte Munderloh ins Konzert der Großen vor. Für Trainer Ralf Eilenberger kein Grund, abzuheben: „Wir wollen Spaß haben!“

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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