GANDERKESEE Die Jüngsten waren vier Jahre alt. Sie sollten das während der Hallensaison Erlernte testen.

Von Wolfgang Grave GANDERKESEE - Nils Kühn (4) und Paul Seipelt (5) stehen in den Startlöchern. Gebannt starren sie nach links. Dort steht Heinz de Groot auf einem Kasten. Er gibt das Signal: „Auf die Plätze! Fertig!“ Krachend schlägt er die Startklappe zusammen, und die beiden Jungen sprinten durch die Turnhalle am Steinacker in Ganderkesee.

Lächelnd schaut de Groot ihnen hinterher. Mannschaftskollegen, Eltern und Trainer feuern sie an. „Den Kleinsten müssen wir erzählen, dass sie bis zur Wand durchlaufen sollen, sonst bleiben sie noch vor der Ziellinie stehen“, sagt er. Beim fünften vereinsinternen Hallensportfest der LGG Ganderkesee geht es an diesem Freitag aber nicht um Zeiten, Weiten oder Höhen. „Die Kinder sollen in Wettkampfform testen, was wir während der Hallensaison ausprobiert haben“, sagt Trainerin Doris Rackebrandt. Priorität hat dabei der Spaß. Aber jedes Kind ist anders: „Einige nehmen die Sache schon sehr ernst, für andere ist dagegen der Kuchen wichtiger“, sagt Rackebrandt. „Die Faustregel ist: „Je älter desto ehrgeiziger.“

Trotzdem weisen die Übungsleiter und Übungsleiterinnen die Kinder – wenn es nötig ist – darauf hin, wie sie sich verbessern können. So rät Rackebrandt Fabienne, dass sie sich beim Hochsprung nicht so klein machen soll, während Corinna beim nächsten Versuch im Bogen anlaufen muss. Doch der Fehler ist offensichtlich bekannt: „Ich weiß, ich weiß“, sagt Corinna. „Das ist mein Problem und ich mache es immer wieder.“ Die aufgelegte Höhe – 90 cm – meistert sie dennoch mit viel Luft zwischen Körper und Stange.

Rund 80 Kinder tummeln sich in der Halle. Die jüngsten sind vier Jahre alt, die ältesten 13. Sie messen sich im Laufen, Hochsprung, Weitsprung und Werfen in unterschiedlicher Form. Ilka Schillomeit, deren vierjährige Tochter Karina sich begeistert von einer Disziplin in die nächste stürzt, freut sich über den Enthusiasmus ihres Kindes. „Es ist so wichtig, dass sie sich bewegt und es macht ihr einfach Spaß“, sagt sie und spart nicht mit Lob für Trainerin Inge de Groot: „Inge hat ein Händchen dafür, mit Kindern umzugehen.“ „Außerdem“, sagt sie, „ist es für jedes Kind einfach aufregend, am Ende des Wettbewerbs eine Urkunde in den Händen zu halten.“

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