WARDENBURG Die Frauen haben viele Pokale gewonnen. Bei der Kegelparty in Oldenburg hat sich die lustige Gruppe bereits zwei Mal durchgesetzt und Reisen nach Kroatien und Bulgarien gewonnen.

von jörn zweibrock WARDENBURG - Angefangen hat alles im Jahr 1966. Weil ihre Ehemänner einmal in der Woche die heimische Stube gegen die Kegelbahn tauschten, dachten sich 14 Frauen aus der Gemeinde Wardenburg: „Da gehen wir doch einfach mal mit“. Und siehe da, aus dem Schnupperabend ist eine feste Institution geworden: Der Kegelclub Sputnik. Seit nunmehr vierzig Jahren gehen Inge Otten, Marga Aebert, Helga Kramer, Liane Brüggemann, Ingrid Freese, Margot Fröhlich, Elsa Mehrens, Anneliese Ruge, Helga Loseke, Hilga Ewers, Margret Rocholz, Erika Bullermann, Marion Schulze und Christel Wichmann alle zwei Wochen gemeinsam kegeln. „Der Freitagabend gehört uns“, sagt die lebensfrohe Damenriege. Gekegelt wird seit vier Jahrzehnten im Wardenburger Hof bei Familie Fischbeck.

Den von Gastwirt Fischbeck gestifteten Wanderpokal dürfen die Sputniks längst ihr Eigen nennen. Ganze 20 Mal haben die Keglerinnen, die inzwischen alle um die 60 Jahre alt sind, den Pokal gewonnen. Sie gehören damit zu den besten Vereinen, die im Wardenburger Hof kegeln. Doch nicht nur das: Auch bei der jährlich in der Oldenburger Weser-Ems-Halle stattfindenden Kegelparty sind die Sputniks ganz vorne mit dabei. Rund 20 Vereine aus dem Oldenburgischen treten jeweils am ersten Wochenende im Februar gegeneinander an. 2002 und in diesem Jahr haben sie den Kegel-Wettstreit für sich entschieden und eine Reise nach Kroatien und nach Bulgarien gewonnen. Bei Wettkämpfen oder anderen „offiziellen Anlässen“ hüllen sich die Frauen in ihren gelben Dress: T-Shirts mit der Aufschrift „Sputniks“. „Wir kegeln immer in die Vollen“, sagen die Frauen. Eine hohe Holzzahl ist bei ihnen Programm. Da bimmelt schon so manches Mal die Glocke, wenn wieder eine der Sputniks alle Neune umgehauen hat.

Die „wilden Sputniks“, wie sich die Kegelschwestern selber nennen, schätzen vor allem das Miteinander bei sich im Verein. Egal ob auf der alljährlichen Kohlfahrt des Vereins oder bei der sommerlichen Radtour – es vergeht kein Treffen, an dem nicht mehrere Male herzhaft gelacht wird. Die Damen können so manche Anekdoten aus vierzig gemeinsamen Jahren erzählen, zum Beispiel die, als sie ihrem früheren Wirt, Didi Fischbeck, in Oldenburg eine Hose gekauft haben. „Er stand in der Umkleidekabine und wir davor“, blickt „Kegelmutter“ Erika Bullermann lachend zurück. Kegeln wollen sie noch lange. „Bevor wir zum Mensch ärgere Dich nicht-Spielen übergehen, wollen wir noch so manchen Pokal und so manche Reise gewinnen, sagen die Wardenburgerinnen.

Und was halten nun die Männer von ihren Erfolgen auf der Kegelbahn? „Die sind froh, wenn wir freitags nicht zu Hause sind“, gröhlen die Frauen.

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