Sandkrug Einen etwas anderen Schultag haben die Schüler der Sandkruger Waldschule am Dienstagvormittag erlebt. In Zusammenarbeit mit dem Behindertensportverband Niedersachsen holte die TSG Hatten-Sandkrug das Schulprojekt „Von Behindertensportlern lernen“ in die Waldschule – mit großem Erfolg.

In einer Podiumsveranstaltung mit NDR-Moderator Andreas Kuhnt stellte Josef Giesen, Paralympics-Sieger im Biathlon und Behindertensportler des Jahres 2003, seinen Alltag während und nach seiner aktiven Zeit als Sportler vor. Neben der Präsentation seines Sportgewehrs gab Giesen mit Videoeinspielern einen Einblick in seinen Alltag sowie die Höhepunkte seiner Karriere. Von 1998 bis 2010 nahm der Biathlet an vier Paralympischen Spielen teil. So sahen die Schüler noch einmal einen Wettkampf bei seiner letzten Teilnahme im kanadischen Vancouver. Der Behindertensportler hatte eine Reihe seiner Medaillen mitgebracht, die ehrfurchtsvoll durch die Reihen gegeben wurden.

Dabei war der Beginn seiner Karriere alles andere als einfach. Sein Gewehr musste extra so umgebaut werden, dass er auch ohne Hände repetieren konnte. Auch auf Fragen der Schüler, wie er z.B. seine Frau kennen gelernt habe und wie er mit dem Auto fahren könne, beantwortete er.

Neben der Diskussion konnten sich die Schüler auch in der angrenzenden Halle sportlich betätigen – und zwar im Rollstuhlbasketball. Hierfür vermittelte Jan Sadler, Bundesligaspieler von Hannover United, den Jugendlichen zunächst die Grundlagen des Spiels, ehe die ersten Versuche auf den extra für die Sportart hergestellten Geräten gemacht wurden. Nach einigen kleinen Übungen standen richtige Duelle auf dem Programm – mit einer Menge Action. „Anders als im normalen Basketball gehört der Kontakt beim Rollstuhlbasketball dazu“, verriet Sadler, der in diesem Jahr bei den Paralympischen Spielen in Rio de Janeiro teilnehmen möchte. In den Spielen gegeneinander gaben die Schüler alles und stellten danach fest: „Das ist ganz schön anstrengend gewesen.“

Die örtlichen Organisatoren der TSG Hatten-Sandkrug, Stephanie Blohme und Ute Baumhöfer-Wieting, zeigten sich zufrieden mit dem Verlauf des Tages. In Zukunft seien verschiedene Projekte in Zusammenarbeit mit der Waldschule geplant, verrieten sie. Wenn es nach dem Geschmack der Schüler geht, dann dürfte Rollstuhlbasketball gerne dazugehören. „Eine echt tolle Sportart“, lautete das einstimmige Fazit.

Sönke Spille Freier Mitarbeiter Lokalsport / NWZ-Redaktion
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.