HUDE /AHLHORN HUDE/AHLHORN - „Lang lang ist‘s her, aber jetzt geht‘s bei bestem Wetter wieder los. Der Platz ist 1a“. Stadionsprecher Ulrich von Maydell stimmte die Besucher des Landkreis-Derbys in der Fußball-Bezirksklasse zwischen dem FC Hude und dem Ahlhorner SV mit munteren Worten ein. Lebhaft und torreich ging es auch im Spiel zu: Der Tabellendritte aus Ahlhorn siegte im Huder Waldstadion verdient mit 4:2 (2:0) und festigte die gute Ausgangsposition in der Spitzengruppe. Der FCH verlor hingegen das erste „Endspiel“ auf dem Weg zum Klassenerhalt.

Elf Wochen nach dem letzten Liga-Einsatz lieferten sich beide Mannschaften keinen Kick auf hohem technischen Niveau. Dafür gab es Torchancen in Hülle und Fülle, die auch zu sechs Treffern führten. Im Blickpunkt stand immer wieder das Duell des quirligen ASV-Angreifers Matthias Bakenhus gegen FC-Torhüter Markus Arndt. Der starke Schlussmann warf sich immer wieder ins Getümmel, nur einmal konnte Bakenhus den früheren Bundeswehr-Nationalkeeper überlisten.

Ahlhorn gab von Beginn an das Tempo vor und suchte sein Heil schnell in der Offensive. Schon der erste Angriff hätte fast zum Erfolg geführt, doch der Kopfball von Axel Wilgmann landete nur am Pfosten. Die anschließende Ecke brachte dann aber das 1:0 für den ASV: Daniel Roth bekam den Ball vor die Füße und staubte ungehindert ab. Hude mischte erst nach 20 Minuten mit und kam gelegentlich zu Torchancen. Die beste vergab Marc Hilfers (21.). Besser machte es auf der anderen Seite kurz vor der Pause Bakenhus, der das Leder unhaltbar für Arndt einschob.

Im zweiten Durchgang verflachte das Derby zunächst. Die Elf von ASV-Spielertrainer Carsten Stammermann verwaltete den Vorsprung, Hude stand sich zu oft selbst im Weg und machte auch beim 0:3 durch Rene de Bortol alles andere als eine glückliche Figur. Erst als Michael Schatke mit tatkräftiger Unterstützung von Ahlhorns Torwart Bernd Meyer fast von der Eckfahne das 1:3 erzielte, wachte Hude kurz auf. Nur Sekunden später verwandelte Mario Klostermann einen Foulelfmeter zum 2:3. Als die Platzherren alles nach vorn warfen, sorgte ausgerechnet der Ex-Huder Jean-Pierre Schöbel an seiner früheren Wirkungsstätte für den Schlusspunkt und traf im Zusammenspiel mit Bakenhus zum 4:2.

Tore und Stimmen von dem Kreisderby in Hude

FC Hude –

Ahlhorner SV 2:4 (0:2)

Hude: Arndt – Hepting, Mader, Griebenow (70. Müstak), Klostermann, Brüning (81. Jager), Schwarting, M. Hilfers (67. A. Hilfers), Schmitz, Schatke, Böschen.

Ahlhorn: Meyer – Stolle, Stammermann, Brüning, Aberle, de Bortol, Lindt, Bakenhus, Roth (55. Möhlmann), Benkendorf, Wilgmann (70. Schöbel).

Schiedsrichter: Deitenbeck (Kleinenkneten) mit klarer Linie und ohne gravierende Fehler.

Tore: 0:1 Roth (7.), 0:2 Bakenhus (40.), 0:3 de Bortol (73.), 1:3 Schatke (77.), 2:3 Klostermann (78./FE), 2:4 Schöbel (88.).

Peter Böschen (Spielertrainer Hude): „Das war zu wenig. Was wir in der ersten Hälfte für ein Zweikampfverhalten an den Tag gelegt haben, war nicht mehr feierlich. Nach dem 2:3 haben wir alles versucht, aber Ahlhorn war cleverer und hat den Vorsprung gut verwaltet.“

Carsten Stammermann (Spielertrainer Ahlhorn): „Ich bin froh, dass wir nach der langen Winterpause gut aus den Startlöchern gekommen sind. Das war ein wichtiger Schritt nach vorne.“

Heiko Schwarting (Hude): „Der Ahlhorner Sieg geht völlig in Ordnung. Wir haben nur zwischendurch Dampf gemacht, das reicht nicht, um eine Spitzenmannschaft zu bezwingen. Unsere individuellen Fehler konnten wir diesmal nicht kompensieren.“

Matthias Bakenhus (Ahlhorn): „Wir hatten mehr Chancen und haben auch verdient gewonnen. Ich hätte heute mindestens drei Tore machen müssen, aber Markus Arndt stand mir immer wieder im Weg.“

Duell Bakenhus gegen Arndt steht im

Mittelpunkt

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