Wildeshausen Emotionen pur am Sonntagnachmittag: Nach dem Siegtor durch Tom Schmidt in der 93. Minute gab es für Trainer Marcel Bragula kein Halten mehr – er rannte quer über den Fußballplatz zur Jubeltraube vor der Tribüne des Krandel-Stadions. Kurze Zeit später pfiff Schiedsrichter Temmo-Hermann Eilderts das Landesliga-Spiel zwischen dem VfL Wildeshausen und dem VfR Voxtrup ab. Durch den 2:1 (0:1)-Erfolg haben die Kreisstädter erneut drei Punkte im Abstiegskampf geholt. „Wir können uns gedämpft freuen“, war Bragula trotzdem vor allem mit der ersten Hälfte unzufrieden.

In dieser fehlte es über lange Strecken an Spielwitz und Ideen, selbst die Zuschauer waren erstaunlich ruhig. „Ich habe in der ersten Halbzeit nicht das Gefühl gehabt, dass sie geschlossen hinter dem Team stehen“, sagte Bragula, der auch seine Elf kritisierte: In der ersten Hälfte habe sie „taktisch total schlecht“ gespielt. Eigentlich habe er Mittelfeldpressing spielen wollen, doch die Spieler seien zu lethargisch gewesen. „Das ist mir unbegreiflich.“

Und so war nach einer anfänglichen Phase des Abtastens und wenigen Chancen auf beiden Seiten das 0:1 in der 25. Minute nur folgerichtig. Nach einer Flanke aus dem linken Halbfeld, die durch die Schnittstelle der VfL-Abwehr ging, schob der völlig frei stehende Frieder Schröder aus sieben Metern locker ein. Anschließend war der VfL noch mehr aus dem Rhythmus und auch eine Chance im Strafraum von Jan Lehmkuhl ging kurz vor der Halbzeitpause weit übers Tor.

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Mit Wiederanpfiff wechselte Bragula Frederik Dittmar für Kevin Kari ein. „Ich war kurz davor, nach der Halbzeit dreimal zu wechseln, aber das war mir doch zu riskant“, sagte der Trainer. In der 60. Minute wechselte er Maximilian Seidel für den angeschlagenen Ole Lehmkuhl ein, der sofort mehr Schwung brachte. Sascha Görke (angeschlagen) und auch Seidel (ohne Training) hätten sich stark durchgekämpft, lobte Bragula.

Kurze Zeit später zeigte der Referee auf den Elfmeterpunkt: VfR-Spieler Christoph Siebert hatte sich beim Klären den Ball selbst an die Hand geschossen. Jan Lehmkuhl lief an – und traf zum 1:1 (65.).

Beide Teams versuchten danach, Druck aufzubauen – ohne zu zwingenden Chancen zu kommen. In der 90. Minute sah Torschütze Jan Lehmkuhl nach einem zweiten taktischen Foul Gelb-Rot. Eine Minute später hatte der VfR die Chance zum Sieg, aber Timo Schwarz köpfte aufs Tornetz.

Die Erlösung für Wildeshausen folgte in der Nachspielzeit: Nach Vorlage von Görke und Torben Schütte erzielte Schmidt das 2:1. Es freue ihn besonders für Schmidt, der „aufopferungsvoll“ gespielt habe, sagte Bragula. „Wir mussten gewinnen, sonst wären die Lichter aus gewesen“, betonte der Coach: „Ich will die Liga halten.“

Ellen Kranz Reporterin / Reportage-Redaktion
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