HUDE Felix Lingenau hat sein Versprechen gehalten. „Das nächste Mal gewinnen wir das Schlussdoppel wieder“, orakelte der Tischtennisspieler vom TV Hude vor dem wichtigen Abstiegsduell in der Oberliga gegen die TTSG Wennigsen. Der 29-Jährige riss mit Alex Dimitriou die letzte Partie aus dem Feuer und führte Hude zu einem 9:7-Zittersieg. Mit 7:15 Punkten ist das Team auf Rang acht – ein Nicht-Abstiegsplatz – geklettert.

Das Heimspiel gegen Wennigsen war eines, wie es der TVH schon häufiger in dieser Saison erlebte hat. Erneut wurde es ein dramatischer Krimi mit vielen Höhen und Tiefen, die Emotionen kochten hoch, und es entschieden Winzigkeiten über Siege und Niederlagen. Der kleine, aber feine Unterschied zu manch anderem Gefecht: Diesmal nutzte der Turnverein die sich bietende Gelegenheit, schnappte im entscheidenden Moment zu und sicherte sich zwei überlebenswichtige Punkte gegen den Abstieg.

„Man musste sich schon Sorgen machen, dass wir das Spiel erneut nicht nach Hause bringen. Zum Glück hat sich unser Doppel am Ende zurückgekämpft“, sagte Hudes Trainer Tim Feistel nach nervenaufreibenden dreieinhalb Stunden. Ganz zufrieden zeigte er sich nicht, denn „es war eines unserer schlechtesten Saisonspiele mit viel Krampf“. Dennoch überwog auch bei Feistel angesichts des Happy-Ends die Freude: „Der Erfolg gibt Auftrieb. Jetzt haben wir eine relativ gute Ausgangsposition für die Rückrunde.“

Als Maik Neumann und Marco Stüber im unteren Paarkreuz erneut ihre Einzel gewonnen hatten, hieß es 8:7 für Hude. Es ging ins Schlussdoppel, zum dritten Mal in dieser Saison. Die ersten beiden Male hatten Lingenau und Dimitriou jeweils 2:0 nach Sätzen geführt und noch verloren. Diesmal lief es genau anders herum. In den ersten beiden Abschnitten diktierte Wennigsens Duo Bouska/Löhmann das Geschehen und holte sich einen 2:0-Satzvorsprung. Die Huder gaben sich nicht geschlagen und schafften die Wende. Nach dem Erfolg im dritten Satz, wehrten sie im vierten vier Matchbälle ab, ehe sie ihn zu ihren Gunsten entschieden. Nach dem 11:7 im entscheidenden Durchgang fielen sich die Huder in die Arme und genossen den Applaus von den Rängen.

Dass es so knapp wurde, lag vor allem an den vier verlorenen Einzeln im mittleren Paarkreuz, wo Michael Helmers und Dimitriou nicht ihre Normalform erreichten. Dieses Manko fingen die Gastgeber aber unter anderem mit den drei kampflos zugesprochenen Siegen auf. Gästespieler Holger Pfeiffer (Nummer zwei) hatte sich im Auftaktdoppel am Rücken verletzt und konnte nicht mehr weiterspielen. So mussten Lingenau und Peter Graham nur ein Solo abliefern.

Im besten Match des Tages hielt Lingenau mit Martin Bouska einen der besten Spieler der Liga mit 3:0 auf Distanz und sorgte für das 5:5. Danach blieb es bis zum Schluss ausgeglichen, aber die Huder behielten in der Endphase die Nerven und feierten den dritten Saisonsieg.

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