Sandkrug Große Leidenschaft, enormer Einsatzwille und eine ganz starke Abwehrleistung haben die Handballer der TSG Hatten-Sandkrug am Samstagabend zu ihrem zweiten Saisonsieg in der Oberliga geführt. Die Sandkruger gewannen in eigener Halle vor 250 Zuschauern das Aufsteigerduell gegen die HSG Delmenhorst vollkommen verdient mit 28:24 (13:10).

„Das war eine geniale Leistung“, strahlte TSG-Torhüter Jan-Peter Steffens nach der Partie. Der 33-Jährige bildete eine der wichtigen Säulen für den Erfolg der Gastgeber, die in den vergangenen vier Duellen mit den Delmenhorstern stets den Kürzeren gezogen hatten. „Diesmal haben wir richtig gut gespielt und wenig Fehler gemacht. Mit meiner eigenen Leistung bin ich natürlich auch zufrieden“, erklärte Steffens. Der Torhüter war in den 60 Minuten hinter einer sehr starken 6:0-Deckung der überragende Rückhalt und wehrte bei insgesamt 19 Paraden auch zwei Siebenmeter der Gäste ab. „Jan-Peter hat wirklich ganz stark gehalten“, gab es von TSG-Trainer Hauke Rickels ein Sonderlob, welches er allerdings auch direkt an seine Abwehr weiterreichte. „Das war natürlich nur möglich, weil wir in der Deckung so gut standen.“

Während die Sandkruger nach der Partie erst auf dem Spielfeld („Derbysieger, Derbysieger, hey, hey“!) und anschließend in der Kabine lautstark feierten, war die Stimmung bei den Gästen gedämpft. HSG-Trainer Jörg Rademacher musste das Spiel erst einmal sacken lassen. „Wir haben verdient verloren“, sagte er. Seine Mannschaft sei nach dem starken Fredenbeck-Spiel vor drei Wochen nicht wiederzuerkennen gewesen. „Das war eine lasche Einstellung, ich habe den Siegeswillen vermisst.“

Dagegen zeigten die Sandkruger von Anfang an eine kämpferische und motivierte Vorstellung. Vor allem Spielmacher Andre Haake sprühte vor Einsatzfreude und schien es seiner ehemaligen Mannschaft zeigen zu wollen. Mit 10/3 Toren war Haake am Ende auch bester Torschütze, hielt nach der Partie aber relativ nüchtern fest: „Dass es gegen meinen Ex-Club ging, habe ich versucht auszublenden. Aber natürlich weiß ich schon, wo Delmenhorst verwundbar ist. Für uns ging es in erster Linie um zwei ganz wichtige Punkte“, sagte Haake.

Seine Mannschaft erspielte sich nach acht Minuten eine 3:1-Führung und konnte diese trotz einer zwischenzeitlichen Schwächephase (3:3/14.) bis zur Pause über 7:5 (Till Schinnerer/22.) und 9:6 (Tim Streckhardt/24.) ausbauen. „Die Art und Weise, wie wir in der ersten Halbzeit vor allem in der Abwehr gespielt haben, war der Schlüssel zum Erfolg“, erläuterte Trainer Rickels.

Auch nach dem Seitenwechsel knüpften die Sandkruger nahtlos an die starke erste Halbzeit an. Steffens entschärfte sofort wieder einige Würfe und gab mit den gehaltenen Siebenmetern von Jörn Janßen beim Stand von 19:13 (40.) sowie von Tim Coors (22:16/43.) weitere Impulse. Als dann Mirko Menkens im direkten Gegenzug das 23:16 für die TSG erzielte, war das eine Vorentscheidung. Die Körpersprache der TSG-Spieler – sowohl auf dem Feld als auch auf der Bank – ließ erahnen, dass sie sich diesen Sieg nicht nehmen lassen würden.

Nur kurzzeitig stemmte sich Delmenhorst noch gegen die Niederlage und verkürzte durch Stefan Timmermann auf 20:24 (50.). Doch die TSG kämpfte sich auch aus diesem kleinen Tief wieder heraus. Schinnerer erzielte nach einem klasse „No-look-Pass“ von Menkens das sehenswerte und wichtige 26:20 (54.). Die Gäste versuchten es nach einer Auszeit zwar mit einer doppelten Manndeckung, doch die TSG brachte den Vorsprung souverän ins Ziel.

„Ich denke, der Sieg wird uns weiter Aufschwung geben“, blickte Matchwinner Steffens optimistisch voraus.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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