Sandkrug Die Handballer der TSG Hatten-Sandkrug haben im Kampf um den Klassenerhalt zwei ganz wichtige Punkte geholt. Im ersten Oberligaspiel des Jahres behauptete sich das Team von Trainer Hauke Rickels in einem engen Spiel beim HC Bremen mit 25:24 (15:14).

„Mit dem Sieg haben wir ein Ausrufezeichen gesetzt“, freute sich Coach Rickels nach dem vierten Saisonsieg. „Wir haben gegen ein individuell starkes Team als Kollektiv gearbeitet. Das war entscheidend.“ Im gesamten Spielverlauf gelang es dabei keiner der beiden Mannschaften, sich auf mehr als zwei Tore abzusetzen. Auch die TSG hielt nach dem zwischenzeitlichen 5:7-Rückstand (12. Minute) den Anschluss – und das, obwohl Rickels mit dem Auftritt in den ersten 30 Minuten nicht vollends zufrieden war. „Wir haben viele eroberte Bälle leichtfertig wieder hergeschenkt“, kritisierte er den überhasteten Spielaufbau seiner Mannschaft.

Die TSG hielt dennoch dagegen. „Wir haben nicht aufgegeben und es trotz des guten Kleingruppenspiels des Gegners defensiv gut gemacht“, lobte Hauke Rickels. Hatten-Sandkrug hielt den Anschluss, kurz vor dem Halbzeitpfiff gelang durch ein Siebenmetertor des achtfachen Torschützen Andre Haake sogar die Führung.

Die Defensivarbeit war auch im zweiten Abschnitt das Prunkstück im Sandkruger Spiel. Kurz nach dem Seitenwechsel führte das Rickels-Team dann mit 18:16 (35. Minute), hatte sogar die Chance, den Vorsprung weiter auszubauen. „Wir haben aber zu viele einfache Möglichkeiten liegengelassen“, haderte der TSG-Coach mit der Chancenverwertung. Allein in der zweiten Halbzeit zählte er 15 freie Bälle, die vergeben wurden. „Wenn wir die machen, sieht der weitere Spielverlauf ganz anders aus.“

Stattdessen blieb die Begegnung weiter ausgeglichen, Bremen glich wieder aus, ging zwischenzeitlich sogar mit einem Tor in Führung (21:20/44.), ehe die Gäste aus Sandkrug wieder zurückschlugen (23:21/50.).

Die Schlussphase war dann nichts für schwache Nerven. Sechs Minuten vor dem Ende erzielte Andre Haake das 25:23 für Sandkrug und damit den letzten Treffer der TSG im gesamten Spiel. Ole Fietze verkürzte für den HC auf 24:25 (57.), danach fiel kein Tor mehr. „Wir haben in den letzten Minuten unheimlich viele Chancen liegengelassen“, berichtete Rickels. Nur dank der starken Abwehr gelang es, den Sieg über die Zeit zu bringen. „Wir haben eng zusammen gestanden und gut verschoben“, so der Trainer. Sein Team blieb dabei fair, kassierte nicht eine Zeitstrafe in der gesamten Partie und konnte nach 60 intensiven Minuten verdientermaßen jubeln.

Der Sieg soll nun Schwung geben für die kommenden Aufgaben. Nach einem spielfreien Wochenende ist die TSG beim Tabellenführer TV Cloppenburg zu Gast, danach geht es gegen den TV Bissendorf-Holte. „Wir haben gezeigt, was wir können, und werden in den nächsten Wochen nur auf uns schauen“, gibt sich Rickels optimistisch. „Da ist mir ganz egal, wer unser nächster Gegner ist.“

Sönke Spille Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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