Sandkrug Mittwochnachmittag: Die Anfeuerungsrufe aus der alten TSG-Sporthalle nebenan sind bis in die Umkleidekabinen zu hören. Nach dem Lärm zu urteilen, muss die Handballauswahl der niedersächsischen Polizistinnen gerade wieder einen Treffer erzielt haben. Turnierorganisator Stefan Marhauer (40) hat gerade keine Zeit, Tore zu feiern. Er zählt stattdessen Pappteller, Plastikgabeln und Lunchpakete. Wenige Minuten vor der Halbzeitpause steht er mit einem Helfer in der Kabine der Handballerinnen und bereitet Verpflegungspakete vor, die die Kantine der Oldenburger Bereitschaftspolizei in Bloherfelde frisch zusammengestellt hat.

Nudelsalat, Bananen, Joghurt und Äpfel, außerdem reichlich Senf in Tüten werden aus großen Kisten gehoben, abgezählt und auf die Kabinen der vier Teams verteilt. Jedes erhält 20 Portionen – 15 für die Spieler und fünf für den Betreuerstab. „Man ist so etwas wie ein Mädchen für alles“, sagt der Oldenburger und lächelt dabei.

Unwahrscheinlich, dass die Handballerinnen bereits in der Pause vom Salat mit Mayonnaise naschen werden, aber der Spieltag ist ja noch lang. Vier Teams – neben den Gastgebern aus Niedersachsen sind es Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg – ermitteln bis Donnerstagabend den Sieger der Vorrunde in Sandkrug. Untergebracht sind zwei Teams im Gasthof Ripken in Streekermoor, die anderen beiden im Best Western Hotel Heide in Oldenburg.

Bundesweit gibt es insgesamt fünf Vorrunden, nur die jeweils Erstplatzierten qualifizieren sich für das Finale der Deutschen Polizeimeisterschaft im Frauenhandball beim Titelverteidiger Hessen in Baunatal (6. bis 11. Mai).

Marhauer ist bei der Polizeidirektion Oldenburg für die Aus- und Fortbildung zuständig, dazu gehört auch der Bereich Sport. Normalerweise macht der etwa zehn Prozent seiner Arbeit aus, bei hochkarätigen Veranstaltungen wie der Niedersächsischen Crosslaufmeisterschaft im November 2018 oder jetzt beim Handball sind es deutlich mehr. „Die guten Erfahrungen beim Cross waren mit ein Grund wieder nach Sandkrug zu kommen“, sagt er.

Außerdem der gute Kontakt nach Hatten. Die Gemeinde hat der Polizei die alte TSG-Sporthalle für die beiden Turniertage zur Verfügung gestellt. Die alte deshalb, weil hier mehr Zuschauer reinpassen. Die richtige Entscheidung, wie sich zeigt, denn schon am frühen Mittwochnachmittag ist die Tribüne gut gefüllt. Technik und Bistro stellt die TSG den Gästen an beiden Spieltagen zur Verfügung, auch den ein oder anderen fachkundigen Helfer. Beim Auftaktspiel Niedersachsen gegen Nordrhein-Westfalen, das am Ende mit 30:23 Toren für die Gastgeber endet, fungiert beispielsweise TSG-Handballer Jan-Peter Steffens als Zeitnehmer.
 Die nächsten Handballspiele: Abschlussspieltag der Polizeimeisterschaftsvorrunde, 7. Februar, 9.30 Uhr, Niedersachsen – Brandenburg; 12 Uhr, Nordrhein-Westfalen – Mecklenburg-Vorpommern; 14.30 Uhr, Mecklenburg-Vorpommern – Niedersachsen; 17 Uhr, Brandenburg – Nordrhein-Westfalen.

Hochklassigen Handballsport gibt es in Sandkrug auch dann zu sehen, wenn das Polizeiturnier beendet ist. Die 1. Herren der TSG Hatten-Sandkrug spielt ausnahmsweise erst am kommenden Sonntag, 10. Februar, um 17 Uhr gegen SG Achim-Baden. Eine Besonderheit: Rollstuhlhandballer Fynn-Morris Giebert (Ganderkesee) wird den Spielball zum Auftakt in die Halle bringen. Das Bistro hat bereits ab 15.30 Uhr geöffnet.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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