Sandkrug Zum „krönenden“ – oder eher Schweiß treibenden – Abschluss der Sommertrainingseinheiten im Freien mussten die Handballer der TSG Hatten-Sandkrug am Mittwochabend noch einmal richtig leiden. Trotz Wind und Regen hielten die Trainer des Oberligisten an den Intervallläufen auf dem neuen Sportplatz an der Schultredde fest.

„Ein Kind des Vereins“

„Um die Kondition unserer Mannschaft müssen wir uns definitiv keine Sorgen machen“, schmunzelte TSG-Cheftrainer Hauke Rickels, während er seine Spieler Runde für Runde auf der Kunststofflaufbahn beobachtete. Die Kommandos für die Übung gab derweil Lars Kampmann. Der 30-Jährige verstärkt seit einigen Monaten den Trainerstab der Sandkruger um Rickels und Co-Trainer Robert Langner. „Wir wollen bei der TSG nicht nur Spieler ausbilden, sondern auch Strukturen aufbauen und Trainer in den eigenen Reihen entwickeln“, erklärte Rickels. Was er an seinem neuen „Co“ hat, weiß er bereits: „Lars ist ein Kind des Vereins, er kennt das Gefüge und natürlich alle Spieler.“

Noch fünf Wochen Zeit bis zum Oberliga-Saisonstart

Den Handballern der TSG Hatten-Sandkrug bleiben noch fünf Wochen Zeit, bis die neue Saison in der Oberliga startet. Dort bestreiten die Sandkruger zum Auftakt am Samstag, 3. Oktober, ein Heimspiel gegen den VfL Fredenbeck. Den Gegner zählt TSG-Trainer Hauke Rickels ebenso zu den Favoriten wie die SG VTB/Altjührden oder HSG Delmenhorst.

Die Oberliga schätzt Rickels ähnlich stark ein wie in der vergangenen Saison. „Es wird sicherlich auch wieder viele Überraschungen geben“, glaubt der TSG-Coach. Seiner Mannschaft traut er zu, sich im Mittelfeld der Oberliga einzunisten.

Seit dem 8. August ist Hatten-Sandkrug in der Vorbereitung. Personell ist es bislang bei zwei Neuzugängen geblieben: Christoph Stüve (TV Bissendorf) und Marco Kirschen (Wilhelmshavener HV II). Dagegen möchte der zuletzt noch spielende Co-Trainer Robert Langner in Zukunft nur noch für die dritte Mannschaft auflaufen.

Schon 3. Liga gespielt

Für den Novizen im Trainerstab war der Weg dorthin zwar nicht unbedingt vorgezeichnet, aber absehbar. „Ich habe früher schon mal eine Jugendmannschaft betreut und vor ein paar Jahren die zweite Herren durch die Vorbereitung geführt“, erzählte Kampmann. Der gebürtige Sandkruger hat bei der TSG das Handballspielen gelernt und hielt dem Verein mit Ausnahme einer Saison beim TvdH Haarentor stets die Treue. Lange war er bei Hatten-Sandkrug in der ersten Herren aktiv, spielte dort auch ein Jahr in der 3. Liga. Zuletzt zählte er zum Stammpersonal der zweiten Mannschaft, litt zuletzt jedoch an einer Achillessehnenverletzung. „Es wäre zwar auszuhalten gewesen, wenn ich weiter gespielt hätte. Aber jetzt finde ich die Trainersicht interessanter“, erklärte der 30-Jährige, der kurzfristig auch die C-Lizenz erwerben möchte.

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Während der Vorbereitung ließ Kampmann schon eigene Aspekte einfließen, plante unter anderem während der Corona-Pause eine Ausdauer-Challenge mit den Disziplinen Laufen und Radfahren. „Er bringt gute Ideen ein, wir sprechen viel miteinander. Die Zusammenarbeit macht Spaß“, betonte Rickels. Im Blick haben er und seine Mitstreiter dabei auch die zweite Mannschaft, die in der Landesklasse spielt. Dort ist Boris Bruns nach dem Weggang von Andre Haake zur TS Hoykenkamp als alleiniger Trainer verblieben. „Wir müssen ein gemeinsames Gefüge hinbekommen“, sagte Rickels, der Kampmann hier als gutes Bindeglied sieht.

Erfahrungen sammeln

„Notfalls würde ich auch mal als Spieler einspringen“, lacht der 30-Jährige, der sich ansonsten aber auf seine Tätigkeit an der Seitenlinie konzentrieren möchte. „Dort habe ich in der ersten Mannschaft mit Hauke und Robert zwei sehr erfahrene Trainer und Handballer, von denen ich viel lernen kann“, so Kampmann.

Nach der letzten Außeneinheit am Mittwoch geht es für das Team mit dem Training nun fast ausschließlich in der Halle weiter. Seine Hauptaufgabe sieht der neue Co-Trainer hier im Offensivspiel – und hat bereits klare Vorstellungen: „Wir müssen im Angriff die Verantwortung auf viele Spieler verteilen, um variabler zu werden“, sagt Kampmann.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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