Sandkrug Die Absetzung des Fußball- und Tischtennis-Abteilungsleiters Jens Büsselmann durch den TSG-Vorstand beschäftigt mittlerweile auch die Rechtsanwälte. Aus beiden Abteilungen haben sich außerdem Mitglieder in Schreiben, die der NWZ vorliegen, an den Vorstand gewandt.

Manfred Burzynska und Uwe Köster (Fußballabteilung) „halten an dem Anspruch fest, den Verstoß genannt zu bekommen“, der zu der Amtsenthebung Büsselmanns geführt hat. „Wir meinen, dass Vorstandsentscheidungen transparent und nachvollziehbar sein müssen.“ Dies habe nichts damit zu tun, in der Öffentlichkeit Stellung zu beziehen. Die Nennung des Grundes diene auch der Vorbereitung der angekündigten Abteilungsversammlung, so Burzynska und Köster.

Die Tischtennisabteilung, vertreten durch den stellvertretenden Abteilungsleiter Ludger Richter, den Fünferrat der Abteilung sowie Mannschaftsführer und Beisitzer, schreibt an den Vorstand: „Die Entscheidung des Vorstandes (...) trifft hier auf vollständiges Unverständnis.“ Es sei unhaltbar, dass eine Entscheidung mit solch einer Tragweite ohne Rücksprache mit der Tischtennisabteilung getroffen werde. Der Zeitpunkt der Absetzung sei unzumutbar, da sich alle Sportabteilungen bedingt durch die Corona-Pandemie neu aufstellen müssten und die Tischtennisabteilung sich zudem direkt vor einer neuen Saison befinde.

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Der TSG-Vorstand selbst, hält sich zumindest nach außen weiterhin über den konkreten Anlass für seine umstrittene Entscheidung bedeckt. „Unser Leitbild als Sportler im Geiste der Fairness war und ist es, diese Konflikte dort zu klären, wo sie entstehen. Und das ist im Verein und nicht in der Öffentlichkeit“, so Jörg Skatulla und Ingo Kühling für den Vorstand in einer Antwort an die NWZ.

Es gebe keinen Zweifel daran, dass Büsselmann die Aufgabe als Abteilungsleiter mit großem Engagement ausgeführt habe. Allerdings sei die Bereitschaft, vertrauensvoll mit dem Vorstand zusammen zu arbeiten und die Interessen des gesamten Vereins angemessen zu vertreten, auch eine Voraussetzung. „Das dazu notwendige Vertrauen ist aus Sicht des Vereins vollständig verbraucht“, so Jörg Skatulla und Ingo Kühling in einer Antwort an die NWZ im Namen des gesamten Vorstands. „Die Ursachen sind Jens Büsselmann hinlänglich bekannt.“ Hierzu habe es seit dem Jahr 2014 zahlreiche Gespräche und Vereinbarungen gegeben, die leider nicht zu einer Befriedung der gemeinsamen Konfliktfelder geführt hätten.

Der Betreffende sieht das, wenig überraschend, völlig anders: „Aus meiner Sicht stört sich der TSG-Vorstand insbesondere daran, dass ich im Finanz- und Wirtschaftsausschuss in öffentlicher Bürgerfragestunde zur finanziellen Situation der TSG Hatten-Sandkrug nachgefragt habe“, ist er überzeugt. Ein Vorstand sollte jederzeit in der Lage sein, das offene Gespräch zu führen, um in der Sache abschließend Klärung herbeizuführen. „Ich möchte lediglich in die Bücher schauen und meine Mitgliederrechte in Anspruch nehmen. Und wenn alles passt, sind wir alle glücklich und der Burgfrieden kehrt wieder ein“, so Büsselmann.

Der Hatterwüstinger vertritt den Standpunkt, dass der TSG-Vorstand keine Gründe für seine Absetzung nennen konnte. Die seien allerdings von der geltenden Satzung gefordert. Deshalb sei auch sein Vertrauen in die Vorstandsarbeit der TSG abhanden gekommen. Büsselmann sieht sich im Recht und verweist auf den Rückhalt aus den Reihen der Sportler: „Beide Abteilungen stehen hinter mir.“

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