GANDERKESEE Die Zweifel zu Beginn der Saison waren unbegründet: Seit Jahren spielt der Schachclub Ganderkesee in der Bezirksliga, aber für die abgelaufene Saison fühlte sich die Mannschaft nach den berufsbedingten Abgängen der beiden Leistungsträger Rainer Schmidt und Andreas Vogel nicht gut gerüstet. Doch es sollte anders kommen.

Punktgleich mit „Vize“

Inzwischen sind die Mannschaftskämpfe im Schachbezirk Oldenburg-Ostfriesland abgeschlossen, und das Team um Mannschaftsführer Gerold Ahrens konnte sich von Beginn an im oberen Mittelfeld behaupten. Am Ende sprang mit zehn Punkten ein beachtlicher Rang vier heraus – vom Vizemeister SK Jever und dem Dritten SK Wildeshausen bei gleicher Punktzahl nur durch die schlechtere Brettwertung getrennt.

Wie eng es diesmal in der Liga zuging, wird daran deutlich, dass der Vorletzte SC Papenburg mit acht Punkten nur zwei Zähler weniger als der Vizemeister aufweist. Nur Meister und Aufsteiger SV Kaponier Vechta (15 Punkte) und Absteiger SC Aurich (2) sind aus dem Rahmen gefallen, und gegen diese Teams musste der SCG an den beiden letzten Spieltagen antreten.

Harter Kampf

In Aurich wurde lange hart um den Sieg gekämpft, der mit 4,5:3,5 für den SCG äußerst knapp ausfiel. Dabei war es Holger Wessels vorbehalten, nach mehr als sechs Stunden Spielzeit den Siegpunkt zu buchen. Zuvor hatten insbesondere die vorderen Bretter überzeugt. Dietrich Ahrens und Janfried Michael gelangen überzeugende Siege an Brett 3 und 4, während Andreas Kruse und Arnold Rodiek an den Spitzenbrettern remisierten. Das Zünglein an der Waage bildete ein frühes Remis durch Nachwuchsspieler Felix Hellmann, der in dieser Saison in die Mannschaft hineingewachsen ist und mit drei Punkten aus sechs Spielen überzeugen konnte.

Große Personalprobleme

Dann kam der SV Vechta nach Ganderkesee. Und der SC hatte große Personalprobleme. Ein Brett wurde kampflos abgegeben, so dass die klare Niederlage mit 2:6 nicht überraschte. Gerold Ahlers und Rudolf Kruse gelang ein Remis, während Janfried Michael – durch die Ausfälle auf Brett 2 vorgerückt – sogar gewinnen konnte. Offensichtlich hatte ihn sein Gegner unterschätzt und wurde souverän ausgespielt. Mit sieben Punkten aus acht Einsätzen zählt Janfried Michael zu den Topscorern der Liga. Ohne seine Erfolge hätte es sicher nicht so gut für den SCG ausgesehen. Ihm am nächsten kam Dietrich Ahrens mit 5,5 Punkten aus sieben Partien.

Jetzt darf man gespannt sein, ob Ganderkesee sich für die kommende Saison verstärken und vielleicht ganz oben mitspielen kann. Manchmal kommt es doch eben ganz anders, als man denkt.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.