Hude Der nüchterne Blick auf die Anzeigetafel spiegelte die bittere Realität wider – wieder verloren, bereits zum siebten Mal in Folge. Unzufrieden waren die Drittliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg nach dem 21:26 (8:10) gegen den SV Henstedt-Ulzburg allerdings nicht. Denn die Leistung des mit 0:14 Zählern auf dem letzten Platz liegenden Aufsteigers konnte sich allemal sehen lassen.

Thorsten Stürenburg, Trainer der HSG, war angesichts der immensen Personalprobleme trotz der Heimpleite zufrieden mit dem Spiel und dem Ergebnis: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Sie hat sogar mehr umgesetzt, als wir uns vorgenommen hatten.“ Besonders die starke Abwehrleistung hatte es dem Coach angetan. „Wir wollten weniger als 30 Gegentore kassieren – das haben wir souverän geschafft.“

Das Huder Team wurde wieder einmal Opfer der immensen Verletztenmisere. In der vergangenen Woche hatte Nadja Albes mit einem Meniskusriss im Knie das Lazarett aufgestockt. Das, was der übrige Kader am Sonntag gegen den Tabellendritten aus Schleswig-Holstein ablieferte, war aller Ehren wert. In der Offensive wurde die eine oder andere hochkarätige Chance ausgelassen, auch technische Mängel waren unverkennbar. Dafür stimmte es in der Defensive um die mehrmals glänzend parierende Torhüterin Katharina Woltjen. Und die zwang den Gegner zu vielen Fehlern und stoppte häufig den Spielfluss der Gäste. Auch an der Freiwurflinie war Henstedt-Ulzburg schwach: Fünf von zehn Versuchen blieben ungenutzt. Und so kam eine weniger schöne, dafür aber aus Huder Sicht einigermaßen ausgeglichene Begegnung zustande. Nach dem 8:10 zur Pause glich die HSG durch Pia Möller zum 11:11 (37.) und Svenja Stapoisky zum 13:13 (44.) sogar noch zweimal aus. Danach schwanden zusehends die Kräfte. Zu allem Überfluss zog sich Saskia Petersen nach einem Ellbogencheck eine Platzwunde im Gesicht zu.

„Im Pokalspiel hat uns Henstedt noch abgezogen. Heute haben wir konstant gut verteidigt“, erklärte die Rückraumschützin Kea Drewes und erinnerte sich nur ungern an das 23:35 in der zweiten Runde des DHB-Pokals. Die bei Neuauflage des Duells mit sechs Toren beste Huderin sieht die Felle auch trotz der Niederlagenserie nicht davon schwimmen. „Die Mannschaft ist voll motiviert, auch im Training hängt sich jeder voll rein“, sagt die junge Hoffnungsträgerin. „Für unser Ego brauchen wir mal einen Sieg. Dieser ist nächste Woche in Rostock möglich.“ Ein Teil der Mannschaft und des Trainerteams beobachtete den Rostocker HC am Sonnabend in Oldenburg, als die Bundesligareserve klar mit 29:18 gewann. Die Erkenntnis von Coach Stürenburg: „Uns muss vor Rostock nicht bange sein.“

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