NEERSTEDT Dass ein Handballspiel die Freundschaft von Dag Rieken, Trainer der Oberliga-Handballer des TV Neerstedt, und Ralf Koring, in diesem Amt verantwortlich für die der HSG Varel II, in Gefahr bringt, scheint ausgeschlossen. Von der E-Jugend an waren die beiden gemeinsam auf Punkte- und Torejagd gegangen und schafften später zusammen den Sprung ins Zweitliga-Team der SG VTB/Altjührden – dem Vorgängerverein der HSG Varel. Das schweißt zusammen. Außerdem bot das zweite Aufeinandertreffen der beiden als Trainer von konkurrierenden Mannschaften am Sonnabend in der Halle am Sportplatz in Neerstedt, das die Gastgeber mit 35:30 (20:16) gewannen, keinen Anlass dafür, dass die gute Beziehung zumindest für einige Minuten hätte ruhen müssen. Es war ausgesprochen fair und eigentlich nie wirklich spannend.

Die 60 Spielminuten hinterließen einen nicht ganz zufrieden Siegertrainer – und einen rundum zufriedenen Verlierer. „Nicht schön, aber zumindest einigermaßen souverän“, sagte Rieken, der sich mit seinem Team (24:8 Punkte) nach der 28:33-Niederlage des TSV Bremervörde beim ATSV Habenhausen auf Rang zwei verbesserte. „Wir haben uns mehr als gut gewehrt“, beurteilte Koring die Partie. Er hatte sich zwar mit seinen Spielern aufgewärmt, beschränkte sich dann aber auf seine Traineraufgaben. Mit der HSG II belegt er weiter den vorletzten Rang (7:25).

Die Neerstedter starteten furios. Konzentrierte Abwehrarbeit, gute Paraden von Torwart Maik Haverkamp und entschlossen vorgetragene Angriffsaktionen brachten ihnen innerhalb von nicht einmal sechs Minuten eine 6:1-Führung ein. „Dann kehrte der Schlendrian ein“, ärgerte sich Rieken. Vor allem in der Defensive ließ es der TVN deutlich lockerer angehen. Die Gäste, die in Tim Coors, Lasse Maaß, Sven Ahlers und Torwart Nils Buschmann vier Akteure aus ihrem Zweitliga-Kader aufboten, nahmen das Angebot an. Angeführt vom starken Coors im rechten Rückraum verringerten sie ihren Rückstand kontinuierlich. Hinzu kam, dass sich die HSG-Deckung, die TVN-Spielmacher Tim Schulenberg in Manndeckung genommen hatte, auch dank guter Aktionen des eingewechselten A-Jugend-Torwarts Hendrik Legler (11.) steigerte. In der 21. Minute war das Ergebnis ausgeglichen (13:13). „Das darf nicht passieren“, merkte Rieken an. Trotzdem geriet der TVN nicht in Gefahr. Eine Deckungsumstellung – von der 6:0- in die 5:1-Formation – und ein Torwartwechsel (23.) wirkten sich positiv aus. Alexander Prass, der eine gute Leistung zeigte, war Garant dafür, dass sich die Neerstedter bis zur Pause wieder abgesetzt hatten (20:16).

Nach dem Wiederanpfiff folgte die zweitbeste Phase des TVN, dessen stärkster Feldspieler der in Angriff und Abwehr entschlossen zu Werke gehende Christoph Stüve war. Sein Team setzte sich bis auf 31:22 ab (47.) – die Partie war entschieden. Rieken, der bis dahin mit einigen Wechseln auf das Geschehen auf dem Feld reagiert hatte, sorgte dann dafür, dass alle TVN-Akteure Spielpraxis sammelten.

Lars Pingel Lokalsport / Redaktion Wildeshausen
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