Ganderkesee Ein spannender Handball-Krimi krönte am Freitagabend die 37. Titelkämpfe um die Ortsmeisterschaften von Ganderkesee (HaOGa). „Landjugend Dötlingen“ und „Ponyreiten-1,50 Euro“ lieferten sich in der alten Steinacker-Halle ein packendes, ausgeglichenes Finale. Alles sah nach einem Remis und einer Entscheidung per Torwandschießen aus – bis neun Sekunden vor Schluss die Fans der Ponyreiter die Arme hochrissen: Mit 15:14 Toren errang ihr Team den ganz großen Pott bei den HaOGa 2015.

Viele Handballer standen Spalier, um Peter Terborg (Mitte) zu ehren. Dennis Logemann würdigte anschließend den Einsatz des Ganderkeseers. BILD: Karsten Kolloge
Viele Handballer standen Spalier, um Peter Terborg (Mitte) zu ehren. Dennis Logemann würdigte anschließend den Einsatz des Ganderkeseers. BILD: Karsten Kolloge

Fähnchen in Blau-Weiß, also den Vereinsfarben des TSV Ganderkesee, wurden am Freitagabend zum Abschluss der HaOGa für Peter Terborg geschwenkt. Handball-Freunde sagten damit Dankeschön für den Einsatz des 62-Jährigen, der die jährlichen Meisterschaften von Beginn an geprägt hatte. Sein Ziel dabei sei stets gewesen, den Gemeinschaftssinn zu fördern, sagte Terborg. Ganz bewusst wende sich der Wettbewerb auch an Nicht-Handballer. Durch die Spiele hätten sich auch Freundschaften entwickelt, teils seien Teams sogar gemeinsam verreist.

Dem Finale vorangegangen waren die letzten Partien der Gruppe A sowie die Halbfinalspiele, für die sich auch „Mallepiep“ und „Nintendo Bomberman’s“ qualifiziert hatten.

Für die Ponyreiter Tobias Petrick, Thorsten Gaertner Fynn-Luca von Lien, Torben Döhle, Anne Spille, Bernd Spille, Sören Döhle, Jan-Bernd Döhle, Nils Kruse und Marc Laux gab es an diesem Abend noch ein kleines „Sahnehäubchen“ obendrauf. Weil sie bei einem ihrer Spiele mit einem Schaukelpferd in die Halle „geritten“ waren, erhielten sie die Auszeichnung für die lustigste Spieleinlage. Der Fairness-Pokal der Jeans-Scheune ging ans All Star(o)fit-Team.

Die Gruppenpokale, die, wie auch der große Pott von der NWZ  gestiftet worden waren, überreichte HaOGa-„Motor“ Peter Terborg an: Mallepiep (Gruppe A), Ponyreiten-1,50 (B), Red Hot Palfingers (C), GymGanGurus (D), All Star(o)fit-Team (E) und Dynamo-Kann-Nix (F).

Für Terborg war dies die letzte „Amtshandlung“ bei der HaOGa. Nach 37 Jahren zieht er sich aus der Organisation zurück. Künftig soll die Arbeit auf mehr Schultern verteilt werden – nämlich denen von Dennis Logemann, Detlev Oetken, Marc Voßhans, Heike Steiner, Marcus Jansen und Benjamin Damm (Vorstand der Handballabteilung des TSV Ganderkesee).

Ein großes Ziel des Sextetts: Die Teilnehmerzahl an der HaOGa wieder steigern. Angefangen hatten die Spiele 1979 mit 22 Mannschaften, in späteren Jahren seien es teils über 70 gewesen, hatte Dennis Logemann recherchiert. In der jüngeren Vergangenheit war die Zahl rückläufig. 2015 hatten 31 Mannschaften bei dem nicht ganz so bierernsten Turnier mitgemacht.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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