Ohne dich wäre unser Schiebenscheeten heute nicht da, wo es steht.“ Großes Lob hatte Rolf Ranke, neuer Oberst der Harpstedter Bürgerschützen, am Pfingstdienstag übrig für seinen Vorgänger Hans-Peter Hellbusch. Beim Bataillonsappell auf dem Marktplatz wurde dem neu ernannten Ehrenoberst eine weitere Ehre zu teil. Für 50 Jahre Ausmarschieren erhielt Hellbusch, der 32 Jahre lang dem Offizierskorps angehörte (davon 15 als Oberst), eine Ehrenplakette. Ebenfalls seit 50 Jahren aktiv beim Bürgerschützenfest dabei ist Günter Rohlfs, der im Jahr 1982 die Königswürde errang. Toppen konnte diese Zahl Fred Bädeker, Ehrenvorsitzender der Prager, der seit 60 Jahren ausmarschiert. „Als doppelter Schützenkönig 1966 und 1971 hast du Geschichte geschrieben; es gibt nur noch einen weiteren lebenden Doppelkönig“, sagte Ranke. Seit einigen Jahren bestehe die Regel, nur noch einmal im Leben Bürgerschützenkönig werden zu können. Ebenso ausgezeichnet werden sollte Hermann Bahrs für 60 Jahre Ausmarschieren. Der langjährige Tambourmajor lag jedoch im Krankenhaus. Ranke wünschte ihm gute Besserung.

Weitere Ehrungen nahm der Oberst für die 40. Beteiligung am Harpstedter Bürgerschützenfest vor. Hier erhielten Ernst („Erno“) Weiß (II. Rott), Günter Büschelmann, Klaus-Dieter Westphal und Siegfried Hoyer (alle III. Rott) sowie Wolfgang Müller und Josef („Jupp“) Krolage, König von 1983 und 1998, vom IV. Rott. Nicht anwesend war Reinhold Land (IV. Rott).

Gut angenommen wurde eine Neuerung beim Harpstedter Schiebenscheeten: das Mannschaftsschießen für die Damen. 31 Teams mit jeweils drei Schützinnen traten an. „Die Frauen mit insgesamt 93 Teilnehmerinnen waren damit fast so stark vertreten wie die 100 Männer beim Königsschießen“, zeigte sich Oberst Rolf Ranke überrascht. „Mit diesem Zuspruch hatten wir nicht gerechnet; wir mussten sogar noch den Übungsstand frei machen, um einen zügigen Ablauf zu ermöglichen.“ Jede Teilnehmerin durfte fünf Schuss abgeben. Das jeweils schlechteste Ergebnis wurde gestrichen. Am Ende setzte sich eine Familien-Mannschaft durch: Ursula Hellbusch, Ehefrau von Heinz Hellbusch, Korporal des IV. Rotts, sicherte sich mit ihren Töchtern Sandra und Silja den Geldpreis von 100 Euro, der vor der Krönung des neuen Königs von Bürgermeister Werner Richter überreicht wurde. „Zwar hatte ein weiteres Team die gleiche Punktzahl erreicht, aber zum Umschießen war es nicht mehr aufzufinden“, wunderte sich der Oberst.

Vor der Krönung des neuen Bürgerschützenkönigs Michael Voß galt es auch noch zwei Pokale zu vergeben. Den U-21-Pokal der Schützen unter 21 Jahren erkämpfte sich Timo Klattenhoff (IV. Rott), Bruder des Kinderschützenkönigs des Jahres 2011, Fynn Klattenhoff. Im Umschießen setzte sich Timo Klattenhoff nur knapp gegen Hendrik Sander durch. Im Wettkampf der ehemaligen Majestäten, „König der Könige“, bewies der Oberst der Harpstedter Bürgerschützen, Rolf Ranke, König des Jahres 1990, die sicherste Hand. Vorjahressieger Lars Tangemann gab den Pokal an Ranke weiter.

Freude kam dieser Tage auch bei Jonas (8) und Nicolas (5) Dunker (ovales Bild) aus Harpstedt auf. Sie hatten bei der Koems-Tombola am Himmelfahrtstag den Sonderpreis, eine Tagesfahrt mit der Katamaran-Fähre nach Helgoland, gewonnen. 2000 Lose hatten die Burgfrauen verkauft, wie Martina Ganswindt (ovales Bild) berichtete. Sie überreichte den Preis optisch schön in Strandmatten verpackt an die beiden Brüder, die ihre Eltern auf den Ausflug mitnehmen.

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