Wildeshausen Während zahlreiche Fußballspiele am Nikolauswochenende buchstäblich ins Wasser fielen, liefen die Leichtathleten am Sonntag einfach drumherum: Über 250 Läuferinnen und Läufer gingen beim 24. Wildeshauser Nikolauslauf auf die leicht veränderte Strecke.

Die Änderung war nötig geworden, weil der Radweg unter der B 213 unter Wasser stand. Organisator Torsten Iverssen sprach gar von „Glück“, weil das Wasser in der Nacht zum Sonntag noch ein Stück zurückgegangen sei. „Sonst hätten wir auf einer 2-Kilometer-Runde im Kreis laufen müssen“, meinte Iverssen. So aber konnten die Läufer direkt vor der Pfütze abdrehen, ein Stück an der Bundesstraße entlang- und diese dann schließlich unterlaufen.

Der Erste, der das tat, war Miguel Molero aus Schleswig, der den Besuch bei Freunden in der Nähe zum Start in Wildeshausen nutzte. Er setzte sich beim Lauf über 6,3 Kilometer von Beginn an an die Spitze und gewann in 21:34 Minuten. Kurios war, dass er dennoch überholt wurde: „Ich hörte auf einmal jemanden heransprinten und rechnete mit einem Verfolger. Doch dann war es ein großer, schwarzer Hund“, berichtete Molero. Das Tier fand jedoch nicht den Weg ins Ziel, so dass der Schleswiger sicher siegte.

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Hinter Molero formierte sich eine Dreiergruppe, die bis kurz vor dem Ziel gemeinsam dem stürmischen Gegenwind der Wildeshauser Geest trotzte. Hier setzte sich NWZ -Volontär Mathias Freese durch, der etwa 500 Meter vor dem Ziel einen Angriff von Jens Oliver Müller konterte. Nach einem langgezogenen Schlussspurt erreichte der für den DSC Oldenburg startende 29-Jährige in 25:45 Minuten das Ziel eine Sekunde vor Müller (Harpstedter TB). Andreas Thurau (Wildeshauser LT) konnte die Schlussbeschleunigung nicht mitgehen und wurde in 25:56 Minuten Vierter.

Hinter dem schnellsten A-Jugendlichen Moritz Held (5. in 28:32) und dem schnellsten A-Schüler Mika Ostendorf (6. in 28:42) kam Christiane Golenia (LC Hansa Stuhr, 30:06) als schnellste Frau ins Ziel.

Den Lauf über zwei Kilometer, der den „Läufern mit den kürzeren Beinen“ vorbehalten war, wie Mit-Organisator Ralf Beduhn es ausdrückte, gewann Fynn Grotelüschen vom SV Wildeshausen. Er holte dabei wirklich alles aus sich heraus und gewann die Veranstaltung nunmehr zum dritten Mal.

Auch beim langen Lauf über 12,5 Kilometer gewann ein Lokalmatador: Thorsten Pingel, der für die LSF Oldenburg startet, setzte sich in 47:09 Minuten vor Steven Jungeilges (1. TCO „Die Bären“, 48:06) durch. Dritter wurde Stephan Dodemann (LT Ganderkesee, 48:38) vor Norman Ihle (DSC Oldenburg, 49:19). Pingel gefiel der Lauf, da die Strecke „eine Steigung hat und durchaus anspruchsvoll ist“. Sie sei in einem guten Zustand gewesen, sagte Dodemann, der schon öfter beim Nikolauslauf gestartet war.

Auch die schnellste Frau Kai Sachtleber (1. TCO, 55:53) nahm bereits zum dritten Mal teil. Und das hat auch seinen Grund: „Der Lauf ist schön, ich laufe lieber in der Natur als nur auf der Straße.“

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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