Aachen /Ganderkesee Als Sandra Auffarth mit ihrem zwölfjährigen französischen Wallach Opgun Luovo auf die letzten Meter ins Aachener Reitstadion ritt und dort die offizielle Stoppuhr erblickte, durfte sie sich ihres Triumphes sicher sein. Die letzten Hindernisse meisterten die 27-Jährige und ihr „Wolle“, wie sie ihr Pferd kurz nennt, problemlos, so dass sie bereits zehn Sekunden vor dem Überqueren der Ziellinie die Siegerfaust in die Höhe streckte. „Es war einfach super, ein fantastisches Turnier. Wolle ging wie im Traum“, jubelte die Vielseitigkeitsreiterin des RV Ganderkesee nach ihrem Sieg bei der CIC***-Prüfung beim CHIO in Aachen am Sonnabend.

„Es hat alles gepasst“

Mit 33,80 Wertpunkten beendete Sandra Auffarth den bedeutenden Wettkampf im Rahmen des größten Reitturniers der Welt. Nach einer hervorragenden Dressur am Freitag hatte sie sowohl das Springen als auch den Geländeritt ohne Fehler und in der vorgegebenen Zeit gemeistert. „An diesem Wochenende hat einfach alles gepasst“, jubelte die Bergedorferin. Auch von der Konkurrenz gab es viel Lob. „Ich freue mich für Sandra, sie hat mit Opgun Luovo ein schnelles und sicheres Pferd“, sagte die Zweitplatzierte Ingrid Klimke. Auf Escada wies Klimke mit 40,20 Punkten schon einen erheblichen Rückstand auf. Den dritten Platz sicherte sich Michael Jung auf Sam (41,20) und rundete damit das starke Ergebnis der deutschen Reiter ab.

Auch im Nationenpreis lag Deutschland am Ende ganz vorne. Mit 129,00 Punkten verteidigten Dirk Schrade, Peter Thomsen, Jung und Auffarth ihren Titel vor Großbritannien (152,40) und Frankreich (164,40). „Wir haben am Abend mit dem ganzen Team gefeiert, schließlich lief es für alle gut. Dann macht natürlich auch das Feiern noch mehr Spaß“, verriet Auffarth.

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Pferd schnell unterwegs

Die 27-Jährige war in Aachen die herausragende Sportlerin unter den Vielseitigkeitsreitern. Schon vor dem entscheidenden Prüfungsteil im anspruchsvollen Gelände hatten Auffarth und Wolle einen großen Vorsprung vor der Konkurrenz. Auch ein technisches Problem mit ihrer Stoppuhr brachte die Bergedorferin nicht aus der Ruhe. „Ich habe am Start nicht kräftig genug auf den Knopf der Stoppuhr gedrückt, so dass die Zeit nicht mitlief und ich nie wusste, wo ich jetzt stehe“, erzählte Auffarth. Doch über fehlendes Tempo brauchte sie sich in den folgenden 6:52 Minuten bis zum Ziel wahrlich nicht beklagen. „Wolle ist ein super Geländepferd, ich muss ihn eher bremsen. Wir hatten die gesamte Strecke über einen guten Rhythmus. Als wir dann im Stadion waren, habe ich gemerkt, dass wir noch schneller waren als gedacht“, erzählte Auffarth. So konnte sie auf den letzten Metern sogar das Tempo etwas drosseln und den Weg zum Ziel in vollen Zügen genießen.

Der nächste Grund zur Freude folgte dann am Sonntagvormittag, als Bundestrainer Hans Melzer den deutschen Kader für die Weltmeisterschaft in Frankreich (8. bis 11. August) bekanntgab. Zum sechsköpfigen Aufgebot zählt auch Sandra Auffarth – was nach ihrem Auftritt in Aachen allerdings auch keine große Überraschung mehr ist. „Das wird aber eine noch schwerere Prüfung“, freut sie sich auf die nächste Herausforderung.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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