Bergedorf „Wolle“ hat an den drei WM-Tagen nicht ein einziges Mal verweigert – seine Reiterin aber am Tag danach: Als die Fotografen am Montagabend beim Empfang im heimischen Bergedorf lauthals von der Doppel-Weltmeisterin ein „Küsschen“ mit ihrem Freund Ed Holloway forderten, winkte die 27-Jährige lächelnd ab und meinte: „Wir sind hier ja nicht auf der Hochzeit!“

Die kann ja noch kommen – die Stimmung jedenfalls dürfte dann kaum noch steigerungsfähig sein gegenüber Montag: Mehr als 1000 Bergedorfer und Ganderkeseer, Reiterfreunde und weitere Gratulanten feierten auf dem Hof Auffarth die Erfolgsreiterin nach der Rückkehr von den Weltreiterspielen aus Caen, wo sie Gold in der Mannschaft und im Einzel gewonnen hatte.

„Yes we Caen“ hatten Mitglieder des Reitervereins Ganderkesee auf ein Transparent geschrieben. „Die Nummer eins der Welt seid Ihr“, sangen dazu die Zuschauer im Chor, als Sandra Auffarth um 20.17 Uhr endlich den heimischen Hof erreichte und zunächst einmal den zweiten Star des Abends aus dem Pferdetransporter führte: Erfolgspferd „Wolle“ hatte sich nach der 14-Stunden-Tour aus der Normandie Ruhe in seiner Box verdient.

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Für seine Reiterin ging’s jetzt erst richtig los: Im goldenen Gummiboot trugen die RVG-Freunde – von denen rund 20 sie nach Frankreich begleitet hatten – die 27-Jährige zur Bühne in der Reithalle, wo zunächst André Jonker, Vorsitzender des Reitvereins gratulierte: Nach den Erfolgen bei der EM 2011, Olympia 2012 und dem CHIO vor wenigen Wochen „ist das heute die Krönung“, sagte er.

Von der Gänsehaut, die sie bei Auffarths Auftritt im Parcours am Sonntag bekam, erzählte Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas, die „das gesamte Team Auffarth“ beglückwünschte. Weitere Gratulanten waren Michael George für den Reiterverband Oldenburg, Gisa Beckmann für den Kreisreiterverband Delmenhorst, Jan Ahlers als Vorsitzender des Sportausschusses im Landtag, Reinhard Siemers für die Nachbarn und die Dorfgemeinschaft in Bergedorf sowie Wilhelm Werda vom Züchterverband.

Schließlich gab Sandra Auffarth selbst noch einen Einblick in ihre Gefühlswelt nach dem WM-Triumph – zunächst im Gespräch mit Otto-Ulrich Bals, Sportchef der NWZ , die den Empfang in Bergedorf unterstützt hat, anschließend in einer sehr persönlichen Ansprache an ihre Freunde und Fans. Zunächst rühmte sie die Cleverness und Nervenstärke ihres Wallachs „Wolle“, bedankte sich dann beim ganzen Team und vor allem bei der Person, die „neben Wolle am meisten zum Erfolg beigetragen hat“: Mama Bärbel Auffarth bekam von der Tochter die Rolex-Uhr geschenkt, die es in Caen als Preis gab.

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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