Wildeshausen Sie haben die Nerven behalten und fünf Matchbälle abgewehrt. Im entscheidenden Spiel um die Meisterschaft in der Volleyball-Bezirksliga hat der VfL Wildeshausen II am Sonnabend mit einem 3:2 (25:18, 19:25, 21:25, 28:26, 15:11)-Erfolg beim Oldenburger TB III den erforderlichen Sieg für den Titel und den Aufstieg in die Landesliga eingefahren. Das Team von Spielertrainer Frank Gravel feierte damit den dritten Meistertitel und Aufstieg in Folge. In der Kreisliga hatte der Triumphzug einst begonnen.

Vor dem Auswärtsspiel hatte der VfL große Probleme, da in der Woche viele Spieler grippegeschwächt ausfielen. Doch alle Akteure waren soweit wieder fit, dass sie zumindest spielen konnten. Im ersten Satz setzten sich die Gäste schnell mit 5:2 ab und gewannen diesen. Die Oldenburger standen unter großem Druck, da sie nur bei zwei klaren Erfolgen gegen Wildeshausen und Burhave noch Meister geworden wären. Doch je länger der zweite Satz dauerte, umso besser kam Oldenburg ins Spiel und um so schlechter wurde der VfL. Der Wildeshauser Libero Christoph Albers hatte einen gebrauchten Tag, und auch Conny Kramer baute immer mehr ab.

Als zu Beginn des dritten Satzes Frederik Bartelt mit Nasenbluten auch noch draußen bleiben musste, ging auch dieser Durchgang glatt an die Oldenburger. Doch mit dem neuen Libero Maik Backhus und dem Außenangreifer Eike Mildes kam wieder mehr Stabilität ins Wildeshauser Spiel. Bis Mitte des vierten Satzes blieb das Spiel offen, dann setzte sich aber Oldenburg von 12:13 auf 16:13 ab und hielt diesen Vorsprung bis zum 24:20. Die Wildeshauser Youngster sahen bei vier Matchbällen gegen sich und einem 1:2-Satzrückstand bereits wie die Verlierer aus.

Nun folgte ein echter Krimi mit großer Dramatik. Paul Schütte ging zum Aufschlag, der in den drei Sätzen vorher noch viele Fehler im Aufschlag gemacht hatte. Doch er brachte die Bälle rüber, und Block und Abwehr beim VfL standen. So wurden die ersten vier Matchbälle abgewehrt. Auf einen zwischenzeitlichen Satzball für die Gäste folgte der nächste Matchball der Oldenburger (26:25). Wieder behielten die Wildeshauser die Nerven und wehrten auch diesen ab. Als die Gäste dann selber beim 27:26 den nächsten Satzball hatten, wartete der Dreierblock schon in der Mitte auf den Mittelblocker Bartelt, der den Ball locker über den Block auf die gegnerische Position Vier legte und so Wildeshausen jubeln ließ.

Mit diesem Schwung ging das VfL-Team in den fünften Satz, in dem man sich nach 3:4-Rückstand entscheidend von 9:8 auf 13:8 absetzte, als Bartelt am Aufschlag war. Nach dem verwandelten Matchball zum 15:11 kannte der Jubel des neuen Meisters dann keine Grenzen.

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