Neerstedt Eine herbe 25:39 (9:19)-Klatsche kassierten die Handballerinnen des TV Neerstedt beim Tabellenletzten der Oberliga SV GW Mühlen, der damit zum ersten Sieg in dieser Saison kam. In diesem Spiel klappte bei den Gästen so gut wie überhaupt nichts, obwohl das Team des Trainergespanns Maik Haverkamp/Michael Kolpack durch Wiebke Kieler in der Anfangsphase des Spiels noch mit 2:1 in Führung gehen konnte.

Doch die Mühlener Abwehr zeigte sich von Beginn an schnell und bissig in ihren Aktionen, und auch das blitzschnelle Umschalten in die Offensive nach Ballgewinnen funktionierte ganz ausgezeichnet, so dass Neerstedt im Verlauf des Spiels etliche einfache Kontertore kassierte. Die Landkreislerinnen hatten dagegen im Spielaufbau und im Abschluss große Probleme. Nachdem sich Mühlen mit schnellem Spiel und sicheren Torerfolgen auf 8:4 (14. Minute) abgesetzt hatte, nahm Haverkamp seine Auszeit und versuchte sein Team noch einmal zu motivieren. Doch das meiste kam gar nicht bei den Spielerinnen an, denn weiterhin zeigte die Mannschaft kaum Geschlossenheit. Während Neerstedt nur sporadisch zu weiteren Treffern kam, setzte Mühlen immer wieder konsequent und druckvoll nach und kam durch Alina Gläser, Anna Horstmann und Alina Schillmöller zu weiteren schnellen Treffern.

Bereits zur Pause hatte sich Mühlen einen Zehn-Tore-Vorsprung erarbeitet und setzte auch zu Beginn der zweiten Hälfte das druckvolle Spiel fort. Phasenweise führten die Gastgeberinnen ihren Gegner richtig vor, denn auch weiterhin lief das Haverkamp-Team neben der Spur. Pomadig blieb die Spielweise der Neerstedterinnen, und obwohl die Trainer mit Umstellungen in Angriff und Abwehr alles versuchten, fruchtete nichts. Zwar konnte sich Neerstedt einige Chancen erarbeiteten, doch ließ man diese fast fahrlässig liegen und kassierte so wiederholt weitere einfache Kontertore.

Kontinuierlich wuchs der Mühlener Vorsprung, ohne dass im Neerstedter Team ein Aufbäumen zu sehen war. Zwar konnten die Gäste nach einem Strafwurftreffer von Nadja Albes zum 17:27 bis Mitte der zweiten Hälfte den Abstand halten, doch danach brachen alle Dämme. In der Schlussphase ging Neerstedt regelrecht unter. Kolpack war sprachlos. Er konnte nicht verstehen, dass sein Team ohne kämpferischen Einsatz das Spiel wegschenkte: „Der Wille war vielleicht kurzzeitig da, doch mit der Umsetzung klappte es überhaupt nicht. Es war das schlechteste Spiel, dass ich von unserer Mannschaft gesehen hatte. Am Ende hat uns Mühlen dann noch richtig vorgeführt.“

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