Ahlhorn 2012 ist als ein erfolgreiches Jahr in der Geschichte des Frauenfaustballs des Ahlhorner Sportvereins zu bezeichnen: Der ASV wurde Deutscher Meister in der Halle und gewann den Europacup. Weiterhin wurde das Bundesliga-Team vom Landessportbund Niedersachsen zur niedersächsischen Mannschaft des Jahres gewählt.

Die Erfolge bringen Chancen und neue Verpflichtungen für den reinen Amateurverein mit sich: Durch den Sieg beim Europacup hat sich der Ahlhorner SV für den Worldcup 2013 qualifiziert. Und dieses Event kommt nach vier Jahren Abstinenz einem Déjà-vu gleich: Der Worldcup wird am 12. und 13. Oktober in Südamerika in Brasilien ausgetragen. Als Ausrichter fungiert die Millionenstadt Curitiba – genau wie vor vier Jahren, der letzten Teilnahme des ASV.

Hier treffen die Ahlhornerinnen auf die Kontinentalsieger aus Südamerika (Duque des Caxias Curitiba) und spielen in Hin- und Rückspiel an zwei Tagen den Weltpokalsieger aus. Fast unisono haben beide Vereine sich übrigens im gleichen Rhythmus für den Worldcup qualifiziert.

„Da haben wir noch einiges gutzumachen“, erklärt ASV-Trainerin Edda Meiners, ohne die Schwere der Aufgabe unter den in Brasilien herrschenden Bedingungen zu verkennen. Ähnlich sieht es die Mannschaft. „Auch wenn die Realisierung der Teilnahme am Worldcupfinale nicht leicht fällt, wollen wir unbedingt unsere internationale Spielstärke unter Beweis stellen“, spricht Abwehrspielerin Annika Lohse für das gesamte Team.

Dabei geht es nicht nur um die Erfolge für die Aktiven und Delegierten. Zu gerne möchte man beim ASV seinen Namen und guten Ruf verteidigen. Auf der anderen Seite wollen die Faustballer des Ahlhorner SV aber auch die Farben Deutschlands, Niedersachsens, Oldenburgs und der Gemeinde Großenknetens in Südamerika würdig vertreten.

„Wir haben daher den Gedanken, auf die Teilnahme zu verzichten, ebenso schnell verworfen, wie er aufgekommen ist“, kommentiert ASV-Abteilungsleiter Ulrich Meiners das aufwendige Unterfangen. Kosten von niedrig gerechneten 18 000 Euro für Flug sowie zehntägige Unterbringung und Verpflegung der zwölfköpfigen Delegation seien vom Verein allein nicht zu tragen. „Die Hoffnung auf Sponsoren hat sich bisher nicht in dem gewünschten Umfang erfüllt. Trotzdem ist die Finanzierung durch einen großen Eigenanteil der Spielerinnen gesichert“, so die ASV-Verantwortlichen.

Momentan bereitet sich das Team intensiv mit gemischten Gefühlen auf diesen Saisonhöhepunkt vor. Belegte man doch kürzlich vor eigenem Publikum auf der Deutschen Meisterschaft nur einen enttäuschenden fünften Platz.

„Nachdem wir im letzten Jahr mit Titeln verwöhnt worden sind, fehlt uns in dieser Saison bisher der große Wurf“, hofft die Trainerin auf einen Erfolg beim Worldcup.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.