Sage Pünktlich um 13 Uhr passiert am Sonntag das erste Fahrzeug das Zielbanner auf dem Schießstand-Gelände in Sage. Nach und nach trudeln die restlichen 38 Fahrzeuge ein. Einige kündigen sich mit einem fröhlichen Hupen an und werden von den Zuschauern winkend begrüßt. Nach 48 Stunden und 1000 Kilometer Strecke sehen die Teilnehmer erstaunlich fit aus.

Zum zweiten Mal nach 2015 empfängt das Team von KGB Adventure Tours aus Großenkneten die Teams der 48-Stunden-Challenge, einer Autorallye der besonderen Art (die NWZ  berichtete). Als erster im Ziel sein, hat hier nicht die oberste Priorität. In zwei Tagen ohne Navigationsgerät bis in den Norden Bayerns fahren und dabei Autobahnen strikt meiden, zudem Aufgaben lösen und heil ins Ziel kommen, lautet die Herausforderung.

„Wir hatten einige Ausfälle aufgrund technischer Mängel, aber niemand wurde verletzt“, so die Bilanz von Organisator Malte Alves (Großenkneten). Einen Wagen habe der ADAC abgeschleppt, weil das Getriebe und die Lichtmaschine versagt hatten. Da die Teilnehmer möglichst mit Oldtimern starten sollten, blieben Reparaturen nicht aus. „Unser Blinker versagte und die Hupe klemmte“, erzählt Hendrik Stolle vom Team Torfwühler. Der Feuerwehrmann aus Huntlosen und seine Kameraden Pascal Abel und Jan Becker waren mit einem Feuerwehrfahrzeug vom Typ Magirus Merkur, Baujahr 1964, unterwegs. Zum Glück konnten die patenten Männer die Schäden unterwegs selbst beheben.

Den Verlust eines Auspuffs hatte das Team Yolo zu beklagen. „Da mussten wir am Sonnabend erst mal eine Werkstatt ansteuern. Leider hatten wir dann nicht genügend Zeit, alle Aufgaben zu lösen“, bedauert Frederick Meyer. Ebenfalls nicht die ganze Strecke legten Manuela und Lars Runge aus Großenkneten zurück. „Das wollten wir unserem 77-er Ford Taunus nicht zumuten“, sagt das Ehepaar, das sich, wie von der Tourleitung gewünscht, dem Alter ihres Fahrzeugs angemessen verkleidet ans Steuer gesetzt hatte, in diesem Fall im Hippie-Look.

Auch wenn sie nicht die ganze Strecke abfuhren, am Ende siegten die Eheleute Runge als Team „Die 2 Fragezeichen“ und durften den KGB-Pokal, eine Bremsscheibe auf einem Holzsockel, hoch halten. Die Titelverteidiger aus 2015, Julian Bolte (Rastede) und Jörg Zernitz (Wardenburg) vom Team „T 3 Doka“, belegten Platz 2.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.