Munderloh Eigentlich liegen die Fußballer des TV Munderloh im bisherigen Saisonverlauf der Kreisliga voll im Soll: Mit 16 Punkten aus 13 Spielen und dem daraus resultierenden neunten Platz steht das Team von Coach Ralf Eilenberger um zwei Zähler besser da als 2017. Auch das eigens gesteckte Ziel, „nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, gerät angesichts der derzeitigen Lage nicht in Gefahr.

Alles in Ordnung also am Heidhuser Weg, wäre da nicht die aktuelle Ergebniskrise. Seit drei Partien wartet der TVM darauf, einen Zähler auf der Habenseite zu verbuchen. „Da muss man aber auch bedenken, gegen wen wir alles zuletzt gespielt haben“, revidiert Eilenberger. Allerdings war der Ex-Profi naturgemäß überhaupt nicht einverstanden über das harmlose Auftreten seiner Schützlinge in Delmenhorst bei der 0:6-Packung gegen Atlas II. „Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, war mutlos – wie ein Absteiger.“ Immerhin: In der Fairnesstabelle ist Munderloh Dritter (27 Gelbe Karten, null Platzverweise).

Revanche für Pokal-Aus

„Da muss jetzt eine Reaktion kommen“, fordert Trainer Eilenberger vor dem Duell mit Schlusslicht Delmenhorster TB am Freitagabend. Aber nicht nur wegen der anhaltenden Negativspirale: Mit dem immer noch sieglosen DTB hat Munderloh eine offene Rechnung zu begleichen: Die Kicker aus der Gemeinde Hatten waren Mitte September in der Kreispokal-Zwischenrunde an den Delmenhorstern im Elfmeterschießen gescheitert. Das Aus war für die Eilenberger-Elf aus heiterem Himmel gekommen, da man in der Kreisliga ganz gut aus den Startlöchern gekommen war.

„Der DTB steht mit dem Rücken zur Wand und wird gegen uns alles dafür tun, das erste Erfolgserlebnis einzufahren“, ist sich der 52-Jährige sicher: „Es wird eine unangenehme Aufgabe. Aber ich bin überzeugt, dass wir diese meistern werden.“

Während der Sommervorbereitung lag bei den Munderlohern das Hauptaugenmerk auf der Defensivarbeit. Vergangene Saison hatte der TVM 82 Gegentore eingeschenkt bekommen und nur einmal zu Null gespielt. „Es nützt ja nichts, wenn man drei Tore schießt, hinten aber fünf fängt“, weiß auch Ralf Eilenberger. Bis zu den besagten drei Begegnungen, bei denen es zwölf Mal im Kasten von Keeper Philipp Witte klingelte, klappte das bei 16 Gegentoren in zehn Spielen schon deutlich besser als im Vorjahr.

Ladehemmung

Derzeit drückt der Schuh tatsächlich an einer Stelle, an der es in den vergangenen Spielzeiten nie gehapert hatte: die Torausbeute. Der sonst so torhungrige Kreisligist strotzt bisher offensiv nicht gerade vor Stärke – 16 erzielte Treffer markieren aktuell den Ligaminuswert.

„Wir müssen es mal hinkriegen, drei Tore zu schießen“, kritisiert Eilenberger. Aber: „Wir arbeiten daran, uns mehr Chancen zu erarbeiten.“ Stürmer Lennart Siebrecht, im Vorjahr 23 Mal getroffen, hat wie seine Mitspieler noch ordentlich Luft nach oben. Die besten Schützen sind bislang Jannik Maaß und Maximilian Pieper mit jeweils drei Saisontoren.

Niklas Grönitz Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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