Moslesfehn Wie schon beim ersten Derby-Spieltag zum Auftakt in die Faustball-Hallensaison, waren die Ahlhornerinnen auch dieses Mal das Maß der Dinge und holten die volle Punkteausbeute. Mit den Siegen gegen Brettorf und Gastgeber Moslesfehn kletterte der ASV in der Bundesliga-Tabelle auf den ersten Platz. „Wir genießen jetzt erst einmal den Moment an der Tabellenspitze. Aber auf uns wartet noch viel Arbeit“, sagte Ahlhorns Spielertrainerin Janna Köhrmann und ergänzte: „Es sieht so aus, als sollte es für uns für die Deutsche Meisterschaft reichen.“

SV Moslesfehn - TV Brettorf 3:2 (14:12, 4:11, 3:11, 13:11, 11:7). Im ersten Satz begegneten sich die beiden Teams auf Augenhöhe, am Ende hatten die Gastgeberinnen das Quentchen mehr Glück. „Danach haben wir aufgehört, unser Spiel zu machen“, bemerkte Moslesfehns Trainer Till Oldenbostel. So sei Brettorf immer besser in die Partie gekommen. Die Mannschaft um Spielertrainerin Karen Kläner drehte die Partie nach dem dritten Satz und hatte im vierten Durchgang die Chance, den Sack zuzumachen. Nach einer 2:1-Führung der Gäste glich Moslesfehn später zum 8:8 aus und ging mit 10:8 in Führung. Die Satzbälle konnten die Gastgeberinnen allerdings nicht nutzten, und Brettorf drehte wiederum auf. Beim 10:11 sahen sich die Moslesfehnerinnen einem Matchball gegenüber, den sie aber abwehren konnten. „Am Ende haben wir starke Nerven gezeigt“, meinte Oldenbostel. Spätestens nach diesem Satzerfolg war der Kampfgeist der Gastgeberinnen geweckt, die nun im Entscheidungssatz ein kontrolliertes Spiel an den Tag legten. Über ein 6:3 beim Seitenwechsel brachten sie die Führung ins Ziel und feierten damit den ersten Derby-Sieg in dieser Saison. „Das Spiel hätten wir gewinnen können, die Niederlage ist sehr ärgerlich“, meinte Brettorfs Betreuer Christian Kläner. Allerdings hatte Angreiferin Laura Marofke Probleme mit dem Knie. „Sie hat auf die Zähne gebissen, aber konnte natürlich nicht das abrufen, was sie drauf hat“, so Kläner.

TV Brettorf - Ahlhorner SV 1:3 (11:3, 6:11, 5:11, 7:11). Brettorf stand nach dem verlorenen Spiel mit dem Rücken zur Wand und gab von Beginn Vollgas. „Wir mussten und erst noch finden. Unter der Woche mussten wir den Schock verkraften, dass Felicia Gißler mit einem Kreuzbandriss den Rest der Saison fehlen wird. Daran hatten wir etwas zu knabbern“, meinte ASV-Spielertrainerin Köhrmann. Doch im zweiten Satz drehte ihre Mannschaft auf und holte sich nach diesem auch den dritten Durchgang souverän. „Da hat man uns einfach angemerkt, dass wir schon fünf Sätze in den Knochen stecken hatten. Und als Imke Schröder im zweiten Satz dann kam, stellte sie uns vor einige Probleme“, meinte TVB-Betreuer Kläner in Bezug auf Ahlhorns Angreiferin. Dank des immer größer werdenden Selbstbewusstseins gewann Ahlhorn auch den vierten Satz und entschied damit die Partie für sich.

SV Moslesfehn - Ahlhorner SV 1:3 (8:11, 12:10, 1:11, 4:11). „Wir wussten, dass wir aufpassen müssen, weil Moslesfehn sich immer wieder gut zurückkämpfen kann“, meinte Köhrmann, deren Team den ersten Satz ohne Probleme gewann. Und dann bewiesen die Gastgeberinnen, dass zurecht vor ihrem Kampfgeist gewarnt wurde. „Das war zwar sehr eng, letztendlich haben wir aber gut ins Spiel gefunden, und uns den Satz verdient geholt“, freute sich Oldenbostel. Anschließend habe Ahlhorn seine Mannschaft allerdings vor große Probleme gestellt. „Wir sind wenig in den Rückschlag gekommen. Das hat Ahlhorn wirklich sehr stark gemacht, jeder Schlag von ihnen war ein Punkt“, so der Moslesfehner Coach, dessen Mannschaft im Laufe der Zeit immer verunsicherter spielte. Auf der anderen Seite drehte Ahlhorn immer mehr auf. „Im Angriff haben wir viel gewechselt, aber das hat an unserem Spielfluss nichts geändert. Vor allem Imke Schröder hat richtig stark gespielt“, lobte Köhrmann, deren Team sich nach den klaren Erfolgen in den Sätzen drei und vier den achten Saisonsieg sicherte.

Doch auch die Gastgeber zogen ein positives Fazit: „Unterm Strich können wir zufrieden sein. Keiner hätte vorher mit uns gerechnet, umso glücklicher sind wir, dass wir mit einem Derby-Sieg in die kurze Pause gehen können“, fasste Oldenbostel zusammen.

Gloria Balthazaar Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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