Kirchhatten Ein durchdringendes Pfeifen ertönt. Auf das vertraute Geräusch hören die etwa 100 Schiedsrichter des Fußball-Kreises Oldenburg Land/Delmenhorst sofort. Gebannt lauschen sie dem Ehrengast an diesem Lehrabend: Der Bundesliga-Schiedsrichter Harm Osmers (nicht, wie viele vermuten, mit dem ehemaligen Bundesliga-Unparteiischen Hans-Jürgen Osmers verwandt), berichtete am Donnerstagabend im Schützenhof in Kirchhatten über seine Arbeit.

„Das Wichtigste, um in die 1. Liga aufzusteigen, ist Spaß am Schiedsrichteramt zu haben“, sagte Osmers. Der 31-jährige Investitionscontroller gab den Unparteiischen aus dem Kreis in lockerer Atmosphäre weitere Tipps, um erfolgreich zu sein. Er war der Einladung des Fußballkreises um Schiedsrichterobmann Harald Theile und Lehrwart Sven Schlickmann gern gefolgt. Ebenso sei es wichtig, sich auf Veränderungen einzulassen und mit möglichst vielen anderen Schiedsrichtern mitzufahren, um von deren Erfahrungen zu profitieren. „Man muss auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit der richtigen Leistung sein“, erklärte der gebürtige Bremer, wie er den Aufstieg geschafft habe.

Aber auch die Herausforderungen, die das Amt mit sich bringt, ließ Osmers nicht aus. Elf bis zwölf Kilometer laufe der Hannoveraner im Schnitt pro Spiel, da müssten sich die Schiedsrichter besonders fit halten. „Die Dynamik hat sich verändert. Es gibt mehr Zweikämpfe, das heißt auch, dass wir mehr Entscheidungen treffen müssen“, erklärte er. Zudem werde jedes Spiel komplett aufgezeichnet. „Der mediale Druck wird immer größer“, sagte er.

Dazu hatten die Anwesenden viele Fragen, die Osmers gern beantwortete: Werden sie im Umgang mit den Medien geschult? Und wie genau funktioniert der Video Assistant Referee, der derzeit getestet werde? Seine Ausführungen visualisierte Osmers anhand von Videobeispielen, bei denen seine Kollegen ihre eigenen Einschätzungen abgeben konnten. Es war ein kurzweiliger und lehrreicher Abend für alle Beteiligten.

Anna Lisa Oehlmann Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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