Wüsting „Sie stinken, qualmen und machen viel Krach. Trotzdem blickt man nur in lächelnde Gesichter, wenn man mit den alten Fahrzeugen unterwegs ist“, so die Erfahrung eines Oldtimertreckerfans, der versucht zu beschreiben, was die Faszination an diesem generationenübergreifenden Hobby ausmacht. Genau wie Hunderte von Gleichgesinnten aller Altersgruppen war er am Wochenende gerne der Einladung der „Treckerfreunde Wöschenland“ gefolgt, die mit vielen Attraktionen ihr 20-jähriges Bestehen ganz groß in Wüsting feierten.

Viele Raritäten

Aus Nordenham, Delmenhorst, Jaderberg und anderen Orten der gesamten Region waren rund 200 Treckerfreunde mit ihren Raritäten, wie alten Mulags, Schlüters, Lanz, MAN Ackerdieseln oder Fendts angereist und verwandelten die Festwiese Buchholz in ein Freiluftmuseum.

Finn von den Bornhorster Treckerfreunden hat die Leidenschaft fürs Schrauben von seinem Vater und den Porsche Diesel, Baujahr 1959, von seinem Opa geerbt. Ganz frisch ist der Führerschein des 16-Jährigen noch, der es ihm erlaubte, das Fahrzeug eigenhändig von Rastede nach Wüsting zu lenken.

Der gelernte Landmaschinenmechaniker Harald Bührmann kann das Schrauben an alten Fahrzeugen auch im Ruhestand nicht lassen. Elf Trecker habe er bereits wieder flott gemacht. Das Langwierigste an diesem Hobby sei das Beschaffen der passenden Ersatzteile. Viele müssten erst eigens nachgebaut werden, erzählte der Schrauber aus Eversten, der an diesem Tag seinen Schlüter EZM, Baujahr 1940, als Fahrzeug wählte. Entdeckt hatte er ihn vor einiger Zeit in der „Schlepperpost“ auf der Insel Rügen.

Horst und Meike Knutzen aus Moorriem waren – so wie rund 20 weitere Gespanne – bereits am Sonnabend mit ihrem 61-jährigen Hanomag und einem noch vier Jahre älteren, passenden „Wohnwagen“ angereist, um so sehr komfortabel an den „ölhaltigen“ Gesprächen teilnehmen zu können, die die Veranstaltung am Sonnabend einläuteten. „Bis nach Mallorca ging die Reise bisher noch nicht. Aber an der Nordsee und in Ostfriesland sind wir so schon öfter gewesen“, lachte das Paar, das sich über den Besuch von Enkel Mathis freute.

Der Höhepunkt der Veranstaltung war jedoch der Trecker-Korso. Mit lautem Geknatter formierten sich am Sonntagmittag weit mehr als 100 Fahrzeuge zu einer Rundfahrt und bremsten mit ihrem gemächlichen Tempo eine Menge Autofahrer aus.

Erwartungen übertroffen

Heiko Janßen, Vorsitzender der Wöschenlanner Treckerfreunde, war sehr zufrieden mit dem Andrang, der seine Erwartungen sogar noch übertroffen hatte. Sehr gut kam das bunte Rahmenprogramm an, das mit Rundfahrten im Hänger, dem „Heuballenpressen“, einer Hüpfburg, allerlei Verkaufsständen und Leckereien für jeden Geschmack und jedes Alter etwas zu bieten hatte.


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