Lüerte Der erste Schuss des Probeschießens ist gleich ein Treffer: eine 10,1. Dirk Depken, Vorsitzender des Schützenvereins Lüerte-Holzhausen, lächelt zufrieden. „Die monatelange Arbeit hat sich gelohnt“, sagt er. Allein an der Lautstärke müsse noch nachjustiert werden. Mit den Rundenwettkämpfen, die in dieser Woche beginnen, werde der Schützenverein seinen neuen Luftgewehrstand offiziell in Betrieb nehmen.

Das Projekt spukte schon lange in den Köpfen der Verantwortlichen, erläutern Depken, Kassenwart Gerold Meyer-Nicolaus und Sportleiter Marc Jäschke. Kaum hatten die Mitglieder grünes Licht gegeben, wurde gemeinsam mit der Volksbank Wildeshauser Geest eine „Crowdfunding-Aktion“ gestartet. 7000 Euro kamen so zusammen; 3000 Euro davon gab das Kreditinstitut. Zudem könne der Verein mit einem 30-prozentigen Zuschuss von Kreis- und Landessportbund rechnen, sagt Meyer-Nicolaus. Der Vorstand bedauert, dass die Stadt im Vorjahr eine Förderung von 5225 Euro abgelehnt hat. Zudem setzen die Schützen Eigenmittel und Spenden von Bürgern ein. Insgesamt rechnet der Verein mit Kosten von 28 000 Euro. In dieser Summe sei aber nicht nur der neue Luftgewehrstand enthalten, sondern auch die Modernisierung der Elektrotechnik.

Die Umbauarbeiten starteten nach dem Schützenfest. In gut 600 Stunden ehrenamtlicher Arbeit entfernten die Helferinnen und Helfer alte Kabel, spachtelten Risse und strichen Decken und Wände. Eine neue LED-Beleuchtung wurde ebenso installiert wie Messrahmen und Tablet-PC. Die hellen Wände ziert ein grüner Streifen.

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Der neue elektronische Schießstand zählt zu den modernsten in der Region. „Bei Meisterschaften wird nur auf solchen Anlagen geschossen“, erklärt Sportleiter Jäschke. Dabei fliegt das Geschoss in einen Messrahmen. Mit Hilfe zahlreicher Infrarot-Leuchtdioden und einer speziell entwickelten Linse wird der Messlichtvorhang erzeugt. Das Trefferbild wird sofort auf dem individuell eingestellten Tablet-PC an einem der sechs Stände angezeigt. Auf einem Großbildschirm können die Gäste im Gemeinschaftsraum des Schützenhauses live das Geschehen auf dem Stand verfolgen. Die Anlage sei einfach zu bedienen und schrecke auch ältere Semester nicht ab, versichert Jäschke.

Vor allem sei ein schneller Umbau für die Kinder, die mit dem Lichtpunktgewehr trainieren, möglich. „Vorher haben wir umständlich auf Bluetooth umgestellt“, sagt der Sportleiter. Dank neuer digitaler Varianten sei die Anlage ein „echtes Zugpferd“ für junge Sportschützen. Insgesamt 15 Jugendliche im Verein schießen mit dem Luftgewehr. Die Zuganlagen, mit denen die Scheiben herangeholt werden, gehören nun der Vergangenheit an. Mit dem neuen Stand sei der Verein für die Zukunft gut aufgestellt.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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